ACHTUNG! Mit einer CORS-Spule kann man die Fundrate verdoppeln!
Logo Zur Startseite Neueste Beiträge

  • Information
Mit eines der zugriffsstärksten Schatzsucherforen im deutschsprachigen Internet. Mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe im Monat.
Jetzt kostenlos anmelden!

Schadensbegrenzung im Denkmalschutz

Hier finden sich alle sondengängerpolitischen Diskussionen die nichts direkt mit der fachlichen Komponente zu tun haben.

Beitragvon Ebinger1 » Mo 2. Mai 2016, 10:54

BergischeHistoriker hat geschrieben:Eine amtliche Vertretung halte ich in Foren nicht für sinnvoll. Hierzu ein paar Argumente:
1.
  • Es sind zu viele gesetzliche Unterschiede in den jeweiligen Bundesländern vorhanden. Hinzu kommen unterschiedliche Handhabe bez. Beantragung und Erteilung von NFG's. Es ist somit keine einheitliche Repräsentanz seitens der Amtsarchäologie möglich. Stattdessen müsste jede Institution einen Vertreter bestellen, der sich um die Belange von Sondengängern online kümmert. Missverständnisse wären damit dennoch nicht ausgeschlossen. Im Übrigen bedeutet dies ebenso, dass damit eine Diskussion mit entfacht werden würde, welche die Frage stellt, warum Bundesland A und Amt A etwaige Regelungen anders handhabt als Bundesland B mit Amt B. Eine effektive Diskussion ist in diesem Rahmen meiner Ansicht nach nicht umsetzbar. Das Chaos wäre stattdessen perfekt.
    2.
  • Es gibt ebenso viele unterschiedliche Strömungen unter Sondengängern. So sind einige an Archäologie und Kooperation interessiert, andere ebenso, jedoch mit den Rahmenbedingungen für eigene Forschungen unzufrieden, wiederum andere verfolgen ein sammlerisches oder bis hin zu finanzielles Interesse. Das Resultat in Kombination mit Punkt 1 wäre eine Plattform, auf der sich alle in die Haare kriegen, ein Gerücht nach dem anderen entsteht und letztendlich jeder bisherige Fortschritt schnell zunichte gemacht werden könnte.
    3.
  • Die Amtsarchäologie ist jene Institution, welche den stärksten Einfluss auf Sondengänger im rechtlichen Sinne hat. Sie ist aber primär mit Aufgaben betraut, wie Beurteilung bei Bauvorhaben, Notgrabungen, Öffentlichkeitsarbeit, Archivierung und Forschung. Sondengänger sind hier nicht das einzig tägliche Brot. Daher, selbst angenommen man könnte EINEN Amtsvertreter für die Öffentlichkeitsarbeit in Foren betrauen, sähe sich dieser einer endlosen Diskussion ausgesetzt, die er mit zig Leuten zu führen hätte. Das ist weder effektiv, noch ein Gesprächsformat, welches einen angenehmen Rahmen für beide Seiten bietet. Auch Schulklassen haben nicht umsonst einen "Klassensprecher".
    4.
  • Selbst wenn man eine solche Plattform schaffen möchte, muss diese absolut neutral (entsprechend auch in der Inhaberschaft einer neutralen Person) und sehr restriktiv sein. Klar festgelegte Regeln und gut überwachte Useraccounts, z.B. mit manueller Freischaltung, wären hier Pflicht, sodass eine tatsächlich respektvolle Diskussion möglich ist.

Das alles umzusetzen wäre nahezu unmöglich, jedoch habe ich hierzu interessanterweise ein Konzept, welches ansatzweise einen ähnlichen Weg vorschlägt in Arbeit. Hierzu wird es in naher Zukunft einen Blogbeitrag auf unserer Webseite geben.

DGUF-Tagung 2016

Die DGUF bietet einen neutralen, interessierten Diskussionrahmen auf Augenhöhe. Man ist hier nicht daran interessiert eine Lobby für Amtsarchäologie zu bilden. Die DGUF ist nicht pro Amtsarchäologie, sie ist insgesamt schlichtweg nur pro Kulturgüterschutz. Welche Handhabe und Gesetzeslage letztendlich in einen größtmöglichen Kulturschutz resultiert, ist hier völlig offen und jede Meinung ist interessant.
Natürlich verstehe ich, dass eine solche Tagung mit Kosten eine Tagung ist, die eher allgemein an Kulturgut und Archäologie Interessierte anspricht. Hierzu ist aber zu bedenken, dass es sich eben nicht um "die Archäologie" handelt, welche hier Sondengängern eine Diskussion anbietet. Die DGUF ist die DGUF, welche alle zu einer Diskussion zum Thema Kulturgut anbietet.
Gerade die kommende Tagung 2016 zum Thema "Archäologie & Macht - Positionsbestimmung für die Zukunft der Vergangenheitsforschung" ist in diesem Zusammenhang sehr spannend / lohnend. Das Thema "Sondengänger" wird im Rahmen von "Citizen Science" ebenso thematisiert werden.

Da ich ebenso ehrenamtlich für die DGUF in Sachen PR tätig bin, wurde ich gebeten die Tagungsinhalte nach außen zu kommunizieren. Ich fliege am 5.5. hierfür nach Berlin. Geplant ist daher nicht nur eine anschließende Zusammenfassung in einem Video, sondern ebenso zwischenzeitliche Kurzberichte auf unserer Facebookseite. Auch geplant sind zwischenzeitliche kurze Livestreams auf Facebook in denen jeder via Kommentare die Möglichkeit hat eine kurze Frage zu stellen. Ich werde versuchen darauf zu antworten, sowie mir hier und da mal einen Archäologen / Vortragenden / Sondengänger / Interessierten Bürger usw. für einen gemeinsamen Livestream zu schnappen. Insofern gibt es zumindest die Gelegenheit ein wenig auch von extern daran teil zu haben. Wer hier Interesse hat auf dem Laufenden zu bleiben, dem empfehle ich einen Like auf unserer Facebookseite https://www.facebook.com/bergischehistoriker, sodass man automatisch informiert bleibt.
Und *hüstel* ein Like muss nicht bedeuten, dass man mit unseren Auffassungen einverstanden sein muss.

Soweit meine Meinung.

Beste Grüße,

Pascal.


ich habe mal die Punkte im Text oben durchnummeriert...

zu1:

Es wäre kein Problem wenn sich in jedem BL ein "Amtssprecher" im Internet zu Wort meldet... Eine Frage des Willens und der Kommunikationsbereitschaft. Es könnte eine Vielzahl von Sondengängern erreicht werden und es könnte ein offener Austausch statt finden.

zu2:

Kommunikation baut Vorbehalte und Informationsdefizite ab... sofern man an einem offenen und transparenten Vorgehen interessiert ist.

zu3:

Das Internet ist zu einer wichtigen Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit geworden...
Im Gesetz steht keine Gewichtung der einzelnen aufgaben.
Alle Bundesländer haben den Schutz der Denkmäler zum obersten Ziel des Denkmalschutzes erklärt.

zu4:

Überwachungsstaat gut und schön...
aber wenn man eine ehrliche und unvoreingenommene Diskussion möchte und wirklich daran interessiert ist, dann sollte man keine unnötigen Hürden setzen.

DGFU Tagung:

AUch hierin sehe ich für viele Sondengänger eine künstlich aufgebaute Hürde.
Nicht jeder hat die Zeit und die Mittel um mal eben in Berlin für ein paar tage aufzulaufen.
Aber die Tagung ist ja nun mal auch keine Veranstaltung der Landesdenkmalschutzämter sondern der DGFU...
und die ist nun mal nicht das Sparchrohr dieser Behörden.
*

Aktion Archäologie
Verband zur Erforschung, Dokumentation und Erhaltung des geschichtlichen Erbes
Ebinger1 Offline

Benutzeravatar
Experte (höchster Rang)
 
Beiträge: 8281
Registriert: Sa 7. Jan 2012, 00:24

Information

Beitragvon Nordischerkreis » Mi 4. Mai 2016, 13:42

So, ich fahre dann mal los Richtung Berlin zur DGUF Tagung.

Treffe mich noch mit ein paar Kollegen und morgen geht es los :winken:
Nordischerkreis Offline

Benutzeravatar
Erfahrener Sucher (Rang 4 von 7)
 
Beiträge: 233
Registriert: Mi 30. Mär 2016, 17:18

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Vorherige


  • Information
Schatzsuche in einem alten Hohlweg


Zurück zu Diskussionen mit politischem Charakter

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast