ACHTUNG! Mit einer CORS-Spule kann man die Fundrate verdoppeln!
Logo Zur Startseite Neueste Beiträge

  • Information
Mit eines der zugriffsstärksten Schatzsucherforen im deutschsprachigen Internet. Mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe im Monat.
Jetzt kostenlos anmelden!

Hochheim roemische Uebungs?lager

Fundstellenrecherche, Luftbildauswertung etc.

Beitragvon Hans_Marder » Mo 27. Nov 2017, 20:55

Hallo an alle. Beim naeheren Betrachten der Luftbilder der roemischen Uebungs? Lager in Hochheim ist mir was merkwuerdiges aufgefallen. Teilweise neben, teilweise den Lageraussenwall durchschneidend findet man parallel zueinander verlaufende Linien. Da der Bewuchs innerhalb dieser Linien hoeher und dichter scheint als der Bewuchs ringsum muessten das mal Graeben gewesen sein. Hat irgendwer eine Idee was das sein koennte? Was fuer einem Zweck koennten diese Graeben gedient haben? In den Faellen wo die Aussenmauer geschnitten wird was war zuerst da, die parallelen Linien oder der Aussenwall des Lagers

linien-tl.jpg


linien-tl1.jpg


linien-tl2.jpg


linien-tl3.jpg


linien-tl4.jpg
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information

Werbebanner

Beitragvon Steffen » Di 28. Nov 2017, 00:48

Ich find die Seite nicht mehr da gab es für Hessen auch eine Map da konnte man die Schummerung auch raus machen wie im Bayern Denkmal Atlas.
Aber ich glaube in der Nähe der Autobahn was von Römern gelesen zu haben. Bi ja oft in deiner Gegend. Wir sollten echt mal zusammen los.

2.3 Fundstellen im Rheingau-Taunus-Kreis (Hessen) . ..... Auffällig ist im Main-Taunus-Kreis eine Fundkonzentration um die zu Hochheim gehörende Ortschaft
PDF Datei für dich. :D
edit. Ich schick Link lieber per PN. Nicht das da Massen Auflauf an Sondler ist. Daran musste immer denken auch bei Bilder posten.
Gibt Sonder die gönnen dir nicht mal Dreck unter den Nägeln. :|
Bin über meine <----- Webseite, WhatsApp, Handy und Slack erreichbar. Gut Fund Gruß Steffen
Steffen Offline

Benutzeravatar
Experte (höchster Rang)
 
Beiträge: 1290
Registriert: So 22. Nov 2015, 23:50
Wohnort: Spessart Diggers
Metallsonde: Goldenmask 5

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Hans_Marder » Di 28. Nov 2017, 01:51

Alles was bei vici angegeben ist ist eh schon uebersondelt ;-) von daher - egal
Wichtig ist mir der Sinn der Graeben da es die auch woanders gibt..
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Hans_Marder » Mi 29. Nov 2017, 22:54

Ich las heute einen Artikel ueber die Roemische Artillerie dabei viel es mir wie Schuppen von den Haaren, als ich auf einem dieser Felder nach Oberflaechenfunden suchte fiel mir ein runder Stein auf. Kreirund, erst dachte ich Bachkiesel oder so..
das kann auch durchaus ein Steingeschoss der roemischen Artillerie gewesen sein :-O. Die Linien sind, soweit erkennbar an 3 Seiten geschlossen, vielleicht waren das Graebern um die Katapulte herum als Abgrenzung oder so. Die offene Seite als Abschussoeffnung, dann muesste man irgendwo in xx m (wie weit schossen die?) eventuell weitere Steinkugeln finden...
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Hans_Marder » Di 5. Dez 2017, 12:27

Die parallelen Linien die den Aussenwall anschneiden = Abwasserkanaele. Im englischen gibt es komischerweise darueber bessere Artikel als im deutschen..
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Hans_Marder » Mi 6. Dez 2017, 00:08

Hier die wissenschaftliche Abhandlung ueber roemische Marschlager. Interessant was da an Faekalien anfaellt wenn man mal hoch rechnet.. :roll:

http://www.bandaarcgeophysics.co.uk/arc ... ps_uk.html

Fuer mich momentan gerade interessant wieviel wohl gesch...en wurde in so einem Kamp, Wasser wurde ja auch benoetigt ums wegzuspuelen etc..

Ganz schoen viel was da zusammen kommt ;-)

It is worthwhile examining the effluent problem in some detail. A study of civilians in the 1960s produced the first recorded figures on the quantity of human effluent. Unfortunately, the author is not aware of a similar study for active soldiers who require considerably more energy and hydration, with concomitant effluent output, than the average civilian. Nevertheless, we can use the civilian figures to gauge the effluent problem relating to a large marching camp, but also remembering that the figures are considerably underestimated. Hence the study showed that civilian men produce an average of 0.498 kg of solids per day.

Using these figures and applying them to the Newsteads V marching camp (approx. 60k humans at a density of 690/hectare) gives a figure of 37.87 metric tonnes of solids each day which is 265 tonnes a week. As a means of putting these numbers in perspective, this is the weight of 18 London double-decker buses. By volume the solids occupy 37.97 cubic metres each day (Figure 14) and 265 a week.

To-date none of the pits etc. located within the ramparts excavated in Britain has shown evidence of latrine use. However this does not mean that they did not exist as the remains may have been destroyed over time. Nevertheless the size of the management issue suggests that the latrines were probably located outside the camp but close enough to be readily guarded during the day by patrolling foot and cavalry. Of course, there would have been a need for some latrines within the camp to accommodate any night-time needs.

The amount of continuous effort needed to dig and maintain the large number of latrines, the local proximity by choice of numerous rivers and streams, and the known expertise with which the Romans elsewhere managed effluent by water flow, suggests the possibility that the rivers and streams near camps may have been similarly utilised. Might the camp occupants have simply dug a trench sub-parallel to a river or stream then connected it at either end to allow water to flow through? Simple, effective and well within the engineering capacity and capability of the Romans. And of course, choosing a single river for waste disposal, while using others for water extraction and drinking, literally carries away the possibility of noisome fouling of the camp and grounds, and diminishes the possibility of disease transmission.

It should be made quite clear that there is no evidence, written or otherwise, to confirm this hypothesis but, given the Roman predilection for soldierly-cleanliness and their keenness for engineered solutions, it seems to this author to have merit.
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon waldo123 » Fr 18. Mai 2018, 22:38

Diese Linien beobachte ich ziemlich oft auf diversen Luftbildern (auch dort, wo in der Vergangenheit nichts stand). Dass diese im Zusammenhang mit dem Römerlager standen, würde ich eher ausschliessen. Ich tippe auf moderne landwirtschaftliche Aktivität. :winken:
waldo123 Offline


Aktives Mitglied (Rang 3 von 7)
 
Beiträge: 98
Registriert: Fr 25. Aug 2017, 18:37

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Hans_Marder » Fr 18. Mai 2018, 23:09

Roemisch muss es nicht sein, in den Faellen der Lager mal so mal so. Aber ich habe diese Linien auch an Orten gefunden in denen es keine roemischen Aktivitaeten gab und siehe da dort gab es mal Siedlungen. An einigen der Orte mit diesen Linien welche ich in Google Earth fand habe ich entweder ueber lagis Hessen Wuestungen gefunden oder aber durch Gespraeche mit Einheimischen vor Ort festgestellt das sich dort Orte befanden welche nicht im Lagis verzeichnet sind. Das sagt mir das diese Linien sehrwohl auf Besiedlung zurueck zu fuehren sind. Warum sie da sind und was sie sind bleibt herauszufinden.

An der Stelle sind die Archies wohl schlauer ;-)

Was mir gerad noch einfiel, schau Dir mal die Kastelle am Limes an. Alle haben diese Linien. Ringsum nichts aber an den Kastellen. Deshalb gehe ich von Entwaesserungskanaelen aus.
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon waldo123 » Mi 23. Mai 2018, 23:16

Ich dachte auch immer, dass diese Linien in irgendwelcher Form Siedlungsstrukturen sind. Jedoch bin ich mir heute ziemlich sicher, dass dies nicht der Fall ist. Einige Beispiele von meiner Umgebung findest Du im Anhang, alles sind verschiedene Orte. Solche Strukturen finden sich bei mir überall. Was bei Deinen Bildern auffällt, ist, dass die Bewuchsmerkmale des Lagers über die Feldgrenzen hinausgeht, während die Linien exakt bei den Feldkanten stoppen. Für mich ebenfalls ein Zeichen neueren Ursprungs. Ich kann natürlich nicht urteilen, ob es in deinem Fall nicht doch einen römischen Zusammenhang hat (dafür fehlen archäologische Belege), ich kann nur sagen, dass diese Linien starke Ähnlichkeiten mit diesen in meiner Umgebung haben. :weisheit:
Dateianhänge
Ohne Titel 11.png
Ohne Titel 10.png
Ohne Titel 9.png
Ohne Titel 8.png
Ohne Titel 6h.png
waldo123 Offline


Aktives Mitglied (Rang 3 von 7)
 
Beiträge: 98
Registriert: Fr 25. Aug 2017, 18:37

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Hans_Marder » Do 24. Mai 2018, 09:42

Das mit dem roemisch nehme ich auch zurueck. Muss nix mit roemisch zu tun haben, kann es aber. Die Stellen die ich bisher gecheckt habe und die passten waren 1 roemisches Lager, 2 x roemisches Kastell, 2 x Mittelaltersiedlung (Wuestung) warum diese Linien da sind und ob es nur eine zufaellige Uebereinstimmung zwischen Ort und Linien gibt, keine Ahnung
Noch mal 3 Beispiele wo sicher ist das dort was war. 1. Kastell roemisch. 2. Lager gross roemisch mit grossem Tross. 3. Wuestung aus dem 11. Jhd

Diese Linien koennen auf jeden Fall darauf hinweisen das an der Stelle etwas war. In einigen Faellen kann man sie vor Ort im Feld sogar sehen, abhaengig von Licht und Bewuchs natuerlich. An anderen Stellen auf Steine und Scherben im Acker achten. Nicht immer ist heut noch bekannt das an einer bestimmten Stelle mal was war.
Interessant waer mal einige Felder per Drone zu befliegen und Aufnahmen zu machen da die Daten von Google Earth teilweise sehr spaerlich sind.

kastell.jpg


lager.jpg


wuestung.jpg


Und hier das Gegenbeispiel, roemische Villa ohne jegliche Linien ;-)

wuestung.jpg
Hans_Marder Offline


Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 516
Registriert: So 6. Aug 2017, 01:33
Wohnort: Taunus
Metallsonde: Minelab X Terra 305

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Nächste


  • Information

Ausrüstung - Robuste Grabehacke


Robuste handliche Spitzhacke für Schatzsucher & Sondengänger. Der Stiel der Hacke kann herausgeschoben werden. Hierdurch verringert sich das Packmaß und er passt selbst in kleine Rucksäcke.

Mit der Grabehacke können Fundstücke schnell und trotzdem schonend geborgen werden. Der Detektor muß während des Ausgrabevorgangs nicht abgelegt werden, denn die Gewichtsverteilung der kleinen Spitzhacke ermöglicht ein zügiges einhändiges Ausgraben des Fundstücks.

Gewicht: ca. 1000 Gramm
Länge des Stiels: 40cm

Praxistipp: Im Baumarkt gibt es Werkzeughalter mit denen Dachdecker ihren Dachdeckerhammer am Gürtel befestigen. Diese kann man man hervorragend benutzen um die Grabehacke am Gürtel zu befestigen.




Zurück zu Fundstellenrecherche

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast