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Buchschließe

Münzen und Metallfunde zeigen und bestimmen.

Moderator: DHS

Beitragvon peko » Do 22. Jan 2015, 21:18

Auch wenn der Xpointer seine Mucken bei kleinsten Goldplättchen hat, andere Sachen kann er:
Heute hat die Erde neben einer Musketenkugel, 5 Reichspfennig 1942 und einiger abgeschossener und verlorener Gewehr- und Pistolenmunition auch etwas freigegeben, das ich für eine Buchschließe halte

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Gesamtlänge knapp 10cm, davon 7cm auf den klappbaren Teil. Material Bronze oder Messing (Kratzer glänzt gelblich), dunkel patiniert und teilweise grünspanig, in den Dekor-Vertiefungen Reste von Versilberung sichtbar. In einem Loch des Buchdeckelteils steckte sogar noch ein Stückchen steifer Draht, offenbar von der Befestigung am Buchdeckel. Rückseite der Schließe plan, ohne Dekor. Fundtiefe ca 15cm, seltsamerweise auf einem Weg über einen steilen Waldhang

Könnt Ihr mir da bei der (ungefähren) zeitlichen Einordnung helfen? Leider habe ich keine ähnliche im Netz gefunden, vor allem der (ebenfalls einfach dekorierte) Schließ"balken" sieht bei den Fotos im Netz gänzlich anders aus.

Danke
peko
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Beitragvon DaFunky » Do 22. Jan 2015, 21:31

Buchschließe würde ich auch sagen und glückwunsch hab noch nie eine in so einem zustand gesehn!nicht schlecht!

Alter keine ahnung da kann ich dir auch nichts zu sagen obwohl es wol eher schwer wird da zu 100% ein alter festzulegen!

Lg und allzeit gut fund

Dafunky
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Beitragvon Ebinger1 » Do 22. Jan 2015, 23:47

Schau mal, hier eine sehr Interessante Arbeit zur Erforschung der Buchschliessen


http://archimed.uni-mainz.de/pub/2003/0065/diss.pdf
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Beitragvon peko » Fr 23. Jan 2015, 15:24

Danke für den Link!
Bis ich durch die 350 Seiten durch bin, wird's allerdings ein Weilchen dauern. Leider hab ich beim schnellen Durchblättern keine Bilder gefunden, anhand derer ich vergleichen könnte. Also häng ich mit der (annähernden) Datierung der Schließe noch völlig in der Luft.

Offenbar diente die Schließe nicht dem Zweck, den Buchinhalt geheimzuhalten (zB Tagebuch), da sie keine Sperrvorrichtung aufweist. Ihre Aufgabe scheint bloß gewesen zu sein, das Buch geschlossen zu halten, weil die Seiten (Pergament? Grobes Papier? Dafür spräche auch die Buchdicke von gut 7cm.) die beiden Deckel auseinanderdrückten. Mit der Verbesserung der Papierfeinheit und -qualität (17. Jht?) waren solche Schließen dann nicht mehr notwendig. Und auch die Dekoration macht mir einen eher archaischen Eindruck ... kann mich aber natürlich auch irren.
Hat vielleicht doch wer einen Tipp, ob ich mit meinen Vermutungen richtig oder falsch liege?

peko
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Beitragvon Ebinger1 » Fr 23. Jan 2015, 18:51

peko hat geschrieben:Danke für den Link!
Bis ich durch die 350 Seiten durch bin, wird's allerdings ein Weilchen dauern. Leider hab ich beim schnellen Durchblättern keine Bilder gefunden, anhand derer ich vergleichen könnte. Also häng ich mit der (annähernden) Datierung der Schließe noch völlig in der Luft.

Offenbar diente die Schließe nicht dem Zweck, den Buchinhalt geheimzuhalten (zB Tagebuch), da sie keine Sperrvorrichtung aufweist. Ihre Aufgabe scheint bloß gewesen zu sein, das Buch geschlossen zu halten, weil die Seiten (Pergament? Grobes Papier? Dafür spräche auch die Buchdicke von gut 7cm.) die beiden Deckel auseinanderdrückten. Mit der Verbesserung der Papierfeinheit und -qualität (17. Jht?) waren solche Schließen dann nicht mehr notwendig. Und auch die Dekoration macht mir einen eher archaischen Eindruck ... kann mich aber natürlich auch irren.
Hat vielleicht doch wer einen Tipp, ob ich mit meinen Vermutungen richtig oder falsch liege?

peko


Der gepostete Link setzt sich nicht mit der Bestimmung von Schließen an sich auseinander...

sondern eher mit der Bestimmungslitheratur zu Schließen.

Also die Arbeit geht dann erst los. Aber da sind bestimmt ein paar interessante Bestimmungbücher für die Wunschliste dabei.
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