Ebinger1 hat geschrieben: Sobald es um eine Diskussion um das Einkommen der Politiker in unserem Land geht, sind fast alle Seiten entrüstet das diese (unsere Vertreter) ein angeblich so hohes Einkommen haben.
Vergleicht man die Verdienstmöglichkeiten in der Politik mit der freien Wirtschaft...
so muss man doch eingestehen das wir unsere Volksvertreter, für die offensichtlich geforderten Qualifikationen und Kompetenzen, doch eher mit einem Hungerlohn abspeisen.
So lange wir nicht bereit sind erstklassig zu entlohnen, können wir auch keine erstklassige Arbeit (Politik) erwaten.
Aber im Grunde genommen wird sich nun genau über diesen Punkt (die schlechte Politik) beschwert...

Ich denke
nicht, dass ein zu geringes Einkommen der Politiker verantwortlich ist ... auch wenn es bei weitem nicht an die irrwitzigen Einkommen der Topmanager herankommt.
Bei den Bürgern herrscht die Vorstellung von "idealer politischer Kompetenz", die herausragende Qualifikation und besondere Eignung für das politische Amt verbinden ... eines fachlich einschlägig ausgebildeten, sachlich erfahrenen, in seiner Persönlichkeit gefestigten und in seiner Erscheinung charismatischen Profis, der als gewählte "Amtsperson" für uns die richtigen politischen Entscheidungen trifft. Bürger erwarten respekteinflößende Autoritäten und Meinungsführer, Persönlichkeiten, die sich überzeugend auf den Bühnen der öffentlichen Medien präsentieren.
Die Eignung als Politiker basiert aber auf ganz anderen "Qualitäten". So ist es für einen Politiker eher förderlich, wenn er von der eigentlichen Sache wenig versteht und Probleme nicht sieht. Denn nur dann kann er die Probleme vor den Bürgern verharmlosen und den Eindruck eines umsichtigen, routinierten Experten, der jede Problemlage beherrscht, vermitteln.
Jemand mit fachlicher Kompetenz ist in der Politik vollkommen fehl am Platze. Das sieht man u.a. an Professoren, wie dem Verfassungs- und Steuerrechtler Paul Kirchhof, der das deutsche Steuersystem radikal vereinfachen wollte. Seine Idee war eigentlich genial, aber für die breite Wählerschaft einfach unverständlich ... und so wurde die CDU vom Wähler abgestraft. Ein politisch engagierter, fachlich kompetenter Mensch verliert als Politiker seine Glaubwürdigkeit, weil eine vollendet rationale Politik der breiten Wählerschaft nicht begreifbar zu machen ist.
Das gemeine Volk möchte einfach verständliche Parolen hören wie "niemandem wird es nach der Wiedervereinigung schlechter gehen" (Kohl), "die Renten sind sicher" (Blüm), "wir schaffen das" (Merkel), "die Migranten sind alle hochqualifizierte Facharbeiter, die unsere Wirtschaft dringend braucht" ... egal was hinterher wirklich dabei rauskommt ... sie möchten nicht mit Sachverstand über die realen Probleme und Risiken aufgeklärt werden.
Politiker kaschieren ihre schlechte Leistung durch großspuriges Auftreten und unverfrorene Lügen. Sie wollen öffentliche Gefolgschaft um jeden Preis und wandeln sich zu Populisten und Demagogen, wenn es um die öffentliche Unterstützung zur Durchsetzung ihrer eigenen Vorstellungen und Ziele geht.
Selbstverständlich werden überall Vernunft und vermeintliche Sachargumente (Demografie (Überalterung), Fachkräftemangel ...) vorgeschoben. Man kann ja schlecht zugeben, dass es schlichtweg um Machtkalkül und Strategie, und sonst nichts, geht. Dem Volk muss man eben vorher durch ständiges Wiederholen in den Medien einbläuen, welche Art von Entscheidungen vernünftig und unseren Werten entsprechend zu sein haben, und diese Werte wurden vorher mit Hilfe von Schule, TV, Presse und Hollywood- teilweise auch mittels sehr “kreativer”Interpretation geschichtlicher Ereignisse – entscheidend mitgeprägt und beeinflusst. Ist euch auch aufgefallen, wie oft in letzter Zeit das Flüchtlingsthema ganz unterschwellig im normalen Fernsehen ... TV-Shows, Tatort usw. auftaucht.
Die meisten Politiker sind selbstsüchtig nur auf ihr eigenes materielles Wohl bedacht und betreiben Privilegienwirtschaft für eine bestimmte Klientel. Sie sind geltungsbedürftige Egomanen, die sorgsam ihren Personenkult pflegen und ständig das Rampenlicht der Medien suchen.
Ihre Karriere ist das Ergebnis von
fragwürdigen Ausleseprozessen in den Parteien, in denen vor allem Fähigkeiten wie Anpassungsbereitschaft, kaltschnäuzige Durchsetzungsfähigkeit oder hemmungsloses Machtstreben. Alle Aufstiegschancen werden begleitet von einer Protektion (z.B. ist Merkel Kohl in den Arsch gekrochen, worauf er sie gefördert hat).
Das führt dazu, dass Dilettanten, ausgestattet mit dem Status des Profis, abgeschottet vom Volk hinter verschlossenen Türen regieren.
Die heutige Politik besteht vor allem daraus, "
dem Volk aufs Maul zu schauen" (Meinungsumfragen) und danach die Beeinflussung durch die Medien auszurichten und zu intensivieren ... und in der Politik so weit wie unbedingt nötig zu
reagieren, aber niemals vorausschauend und planvoll zum Nutzen des Volkes zu
agieren.