Wallenstein hat geschrieben:Wir haben ein echtes Problem weil wir keiner Sache eine Chance geben. Ich glaube, dass ist das einzige Hobby in Deutschland, dass sich mit einer Interessenvertretung extrem schwer tut. Am Hobby selbst kann es aber nicht liegen, denn in England funktioniert es schon seit vielen Jahren gut.
Also woran liegt es? Eventuell sollten wir dieser Frage erst einmal auf den Grund gehen um zu verstehen?
Ich denke das hat etwas mit unserer Mentalität zu tun.
Man beobachtet in unseren Breitengraden sehr oft, das es immer eine ganze Reihe an Menschen gibt die sich ewig lange damit beschäftigen das NEGATIVE heraus zu stellen, aber nicht bereit sind diese Energie in konstruktive Lösungen einfließen zu lassen.
Wir hatten bei der Konzeption von Aktion Archäologie eher die negative Kritik aus den Reihen der LADs erwartet. Aber das hat sich nicht bestätigt.
Jedoch hat uns scheinbar die negative Kritik aus einigen Foren einen positiven Vertrauensvorschuss bei den Behörden zugespielt.
Danke dafür.
Sicher wären der Zuspruch und der Mitgliederzustrom größer wenn wir mit den in Planung befindlichen Projekten werben würden... und die gemachten Nester auf dem silbernen Tablett präsentieren würden.
Da aber die einzelnen Verhandlungen vor Ort entsprechend viel Zeit und umsichtige Verhandlungen beanspruchen und anschließend die Suchbereiche auch noch quasi jungfräulich angegangen sollen, werden wir die konkreten Projekte weiterhin noch nicht veröffentlichen.
Evtl. werden wir in den kommenden Wochen einen kurzen Überblick, ohne regionale Zuordnung, veröffentlichen.
Aber zurück zur Frage von Wallenstein: Woran liegt es?Eine der Gründe warum viel Mitglieder und pot. Mitglieder es so schwer haben einem Verein / Verband beizutreten ist die Rechtslage. Nur wenige haben eine NFG. Es gibt eine gewisse Angst vor Entdeckung und Abstrafung.
Die NFG-Besitzer haben Angst ein Stück weit in Ungnade zu fallen und evtl. bald ohne NFG da zu stehen.
Dann gibt es die Angst um Plünderung der eigenen Suchbereiche...
Die Angst um den Verbleib der eigenen Funde.
Mitarbeiter der LDAs haben Angst vor Repressalien in ihrem Job. Aus diesen Reihen wurde bspw. die Bitte um anonyme Mitgliedschaft an uns heran getragen...
Viele wollen erst einmal abwarten wie sich das Ganze entwickelt... wenn schon jemand die Initiative aufbringt, warum soll man sich dann selber bewegen?
Dann gibt es da noch die Angst über zu enge Spielregeln...
Das Desinteresse an gesellschaftlicher und politischer Arbeit tut da wohl auch seinen Teil.