gestern war ich das erste mal mit meinem Junior unterwegs und die Sucht hat mich schon gepackt.
Kurzfristige Planänderung, wir suchten an einem alten Hohlweg, der im 19. Jahrhundert als Abtransport von einem Steinbruch diente.
Im Ort meiner Kindheit und auch in der Region wurde mit Buntsandstein früher die Häuser gebaut.
5 Stunden Gebuddel und dann ging das Gejammer los. OK, ganz schon lange für einen Kleinen. Er durfte ja auch sondeln und Graben. Zudem war der Boden sehr schwierig.
Fest, steinig und fiese Wurzeln.
Außer einem alten Fantakronkorken und einem Taschenmesser nur Müll.
Den Kronkorken kenne ich von alten Emaille-Schildern, dürfte aus den 40ern gewesen sein. Ich habe keinen vergleichbaren im Web gefunden.
Das Taschenmesser ist schon interessanter. Ich kann mich erinnern dass ich als kleines Kind so eins in der Gegend verloren habe und es sah genauso aus.
Ich kann mich aber nur wage erinnern.
Es hatte eine relative dicke und harte Verkrustung, ich lasse es noch ein paar Tage im Olivenöl liegen, es tut sich ja kaum was.
Kann ich, wenn die Oxidschicht weg ist, eine Elektrolyse wie bei Münzen vornehmen?


Der Griff ist entweder aus Kunststoff oder Perlmutt.
Bilder mit Abmessungen poste ich wenn ich es ausklappen kann. Es ist eingeklappt ungefähr so lang wie ein Finger.
Heute oder morgen geht es zu dem Hohlweg und Bach wo ich als Kind den Römer gefunden habe. Mal sehen wie fit er ist.
Ich habe heute einen ordentlichen Muskelkater und Schwielen an der rechten Hand, dafür stelle ich mich bei sondeln nicht mehr ganz so blöd an, das klappt schon viel besser.


