Auch zu der Zeit sprach man von illegalen Suchern und ja, ich war einer von damals noch überschaubar wenigen die im Verborgenen auf die Suche gingen.
Doch auch zu dieser Zeit fand ich es nicht gut etwas zu tun, was eventuell verboten sein könnte, also wand ich mich in einem Brief an die Denkmalbehörde mit der Bitte um Erteilung einer Suchgenehmigung, welche promt Abgelehnt wurde.
Die Begründung verstand ich da noch nicht, aber was sollte ich denn auch verstehen, mir wurde offiziell versagt zu suchen was mit Unkenntnis begründet wurde.
Und aus heutiger SIcht muss ich gestehen, zu Recht!
In einigen Foren bekam man "Rechtsberatung", Funde wurden bestimmt und so lernte man Stück für Stück immer etwas mehr,zu allen Themen rund um das Hobby.
Nun gab es dann Ende letzten Jahres diesen Vortrag eines ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegers von dem ich auch hier berichtet habe, dort durfte man auch Dinge mitbringen die man bei der "Gartenarbeit" im heimischen Garten gefunden hat, auch ich nahm so einiges mit was ich im letzten Jahr und legte es dem guten Mann vor.
Es waren alles Sachen die ich auch hier schon gezeigt hatte, einiges wurde bestimmt, einiges nicht, mit dabei ein Ring, der ins Mittelalter datiert wurde.
Nun ja, auch diesen Ring legte ich dort vor, bestimmt wurde er ja bereits, dann testen wir doch mal die Fachkompetenz des Redners
Der Gesichtsausdruck war schon nett als er den Ring in den Händen hielt und meinte, der könnte slawisch sein.
Lange Rede, kurzer Sinn, dieser Ring ist slawisch, gehörte einem Stammesfürsten und ich fand ihn auf einer bislang unbekannten Slawensiedlung.
Nun kommen die Fragen, wo in welchem Archiv er denn verschwunden ist....
In keinem,er ist noch hier bei mir!
Doch was mir nun wieder klar wurde, ich hatte etwas wichtiges gefunden, ein kleines Stück eines großen ganzen.
Was nützt mir denn ein Ring der ins Mittelalter datiert wurde, aber wir sind eben nur Laien und können dazu beitragen etwas zur geschichtlichen Erforschung beizutragen.
Ich habe bisher noch keine Vitrine in der ich mir gemachte Funde einlege, ich suche weil ich vieles wissen will und nicht um damit Geld zu verdienen.
Und wenn ich hier lese das man Funde veräussern muss um das Hobby zu finanzieren,dann kommt mir die Galle hoch, dann sollte man sich doch besser ein anderes Hobby zulegen. Das ist in meinen Augen Raub und der Sucher und Gräber muss sich nicht wundern als Raubgräber bezeichnet zu werden.
Es ist die Unwissenheit die uns vorgehalten wird und selbst nach all den Jahren weiß ich nicht alles, dann wäre ich Gott.
Heute habe ich verstanden das es ein Geben und nehmen ist zwischen denen die es als Hobby betreiben und denen die es studiert haben und sich Doktor nennen dürfen.
Und das was ich aus Gesprächen mit vielen Sondengängern gelernt habe, es gibt in nicht einem einzigen Bundesland Probleme mit den Ämtern wenn man auf sie zugeht und bereit für eine Zusammenarbeit ist und es ist nichts schlimmes den ersten Schritt zu tun, statt mit Anwälten zu drohen und Gesetze zu seinen eigenen Gunsten auslegen zu wollen.
Alle die neu in dieses Hobby kommen sollten sich nicht scheuen auch mal über den Tellerrand zu schauen und mal mit den Leuten zu reden die wissen was wirklich an der Front passiert.


