200.000 Migranten warten in Afrika auf Überfahrt nach Europa Es ist vollkommen unverständlich, dass die EU fieberhaft
ausschließlich darüber verhandelt, dass
weniger Flüchtlinge über die sogenannte "Balkanroute" einreisen ... dazu will man die Ägäis streng sichern. Wie diese strenge Absicherung aussieht wissen wir ja bereits ... die bisherigen "Aktionen gegen Schlepper" sind alle zu einer Art
Abholdienst ("Flüchtlingstaxi") ausgeufert. Kaum vom Ufer abgelegt, setzen die Boote Notrufe ab und dann kommen die dort kreisenden Nato-Schiffe und bringen die Migranten nach Europa, anstatt sie wieder an die sich in Sichtweite befindliche türkische Küste zurückzubringen.
Selbst wenn aus der Türkei kein einziger Flüchtling kommen würde, werden über die alternativen Routen die Flüchtlinge weiterhin kommen ... u.a. über die sehr gefährliche zentrale Mittelmeerroute aus Libyen und Ägypten.
In libyschen Küstenorten (Nordafrika) warten bereits 200.000 Migranten auf besseres Wetter um eine Fahrt übers Mittelmeer nach Europa zu wagen ... sie kommen vor allem aus
Eritrea, Nigeria und
Somalia.
Bei einer strengen Grenzsicherung in der Ägäis rechnen Experten zudem mit einem Anwachsen der Migrationsströme über das Schwarze Meer und über Georgien und Russland nach Europa.
Im Fall einer Grenzschließung in Mazedonien werden die Migranten auf den Weg über die griechische Westküste oder von Albanien aus übers Meer nach Italien ausweichen. Zudem könnte der Landweg nach Bulgarien beliebter werden
Es ist ein
ganzes Maßnahmen-Bündel notwendig - Sicherung der EU-Außengrenzen plus zusätzlicher Sicherungsringe.
Nur ein mehrstufiges Sicherungsregime kann den Herausforderungen gerecht werden. Die EU-Außenstaaten werden einen besonderen Status bekommen müssen - "Kern-Schengen" wird erst nach dem 2. Sicherungsring auf Dauer zu halten sein (als Alternative zu den nationalen Grenzen).
Außenminister Frank-Walter
Steinmeier forciert inzwischen in diplomatischen Verhandlungen die
Einrichtung von Schutzzonen für Flüchtlinge
in Syrien.
Flüchtlingskoordinator Peter
Altmaier verteidigt die Linie Merkels,
ausschließlich durch
Verhandlungen mit der Türkei eine Lösung herbeizuführen und bittet um Geduld: "
Die Flüchtlingskrise wird uns noch sehr, sehr lange beschäftigen."
Selbst im Falle eines Scheiterns sei - so
Altmaier - die Politik der Bundesregierung historisch richtig gewesen: "
Der Versuch, eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise zu erreichen, bleibt auf jeden Fall historisch richtig. Ob es gelingt, kann man nur durch den Versuch herausbekommen.", sagte Altmaier. Die Flüchtlingskrise ist für die Regierung offensichtlich
kein besonders wichtiges Problem ... da kann man schon mal über "Versuch und Irrtum" ein paar Jahre herumbasteln ... während jährlich Millionen Migranten ungehindert einströmen. Während Frau Merkel Tag um Tag sinn- und ergebnislos verstreichen lässt, beweisen andere europäische Staaten Handlungsfähigkeit und schaffen Fakten und beginnen ihre eigenen Länder zu schützen.
Altmaier vergisst dabei auch ganz, dass bereits die Entscheidung für die
Grenzöffnung keine europ. Lösung sondern ein deutscher Alleingang war, gegen den Willen der meisten anderen EU-Mitglieder ... getragen von dem Gefühl der deutschen Überlegenheit. Erst als klar war, dass Merkel die Geister, die sie gerufen hatte, nicht mehr los wurde, hat sie angefangen, nach dem "Rest" Europas zu fragen. Die berechtigten Reaktionen der EU-Partner sind bekannt ...
"Merkel in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf !"Wie die
tolle "Lösung" mit der Türkei aussehen wird sieht man schon jetzt ... die Türkei hat bereits angekündigt, dass sie
keine Flüchtlinge die von NATO Schiffen aufgenommen werden zurücknehmen wird ... und sie
verweigert auch den Nato-Schiffen die Zufahrt zu den Gewässern zwischen den türkischen Inseln. Es wird immer davon geredet, dass die
Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Im Falle von mehr als 2/3 der Migranten sind die
Ursachen rein monetärer Natur ... d. h. sie möchten zum Beispiel statt 150 Dollar pro Monat 1500 Dollar pro Monat verdienen.
Diese "Fluchursache" wird man in hundert Jahren nicht beheben können.Wer angesichts der Flüchtlingsmassen davon schwafelt, wir müssten die
Fluchtursachen beseitigen, der schlägt
angesichts eines Hausbrandes vermutlich auch erst einmal vor,
ein neues Feuerwehrauto zu konstruieren ... tja, leider brennt inzwischen die Hütte ab.
Warum klärt das deutsche Auswärtige Amt die 200.000 in Nordafrika wartenden nicht darüber auf, wie die
Chancen auf Bleiberecht und Wohlstand im Wunschland Deutschland sind ? ... dass sie nicht mehr erwarten können, als eine vorübergehende Unterbringung in stressigen Sammelunterkünften bis sie wieder in ihr Herkunftsland abgeschoben werden ... dass es keineswegs dauerhaften Aufenthalt, Haus, Geld, Auto und Wohlstand für sie geben wird. Warum werden diese Menschen immer noch mit
falschen Erwartungen einer für viele
tödlichen Reise ausgesetzt ?
Sind das wirklich "Menschenfreunde", die sowas zulassen ?http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... uropa.html