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Hochheim roemische Uebungs?lager

Fundstellenrecherche, Luftbildauswertung etc.

Beitragvon rafael55 » Do 24. Mai 2018, 13:01

Also die Linien in meiner Umgebung sind sicher keine antike Siedlungsspuren, da sie, je nach Jahr, auf fast jedem Feld zu sehen sind. Ich setze mich schon seit einiger Zeit mit Luftbildern auseinander und es ist mir in der Tat immernoch ein Rätsel woher diese Linien kommen. Auch die Begutachtunng vor Ort gab mir keine Aufschlüsse. Die Tatsache, dass alle Linienmuster nahezu identisch sind, schliesst aus meiner Sicht antike Siedlungsstrukturen schon mal aus. Aber ja, wir werden es wohl nie wissen :bash
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Beitragvon Hans_Marder » Do 24. Mai 2018, 18:30

Archeologie fragen ;-) Ich hab mich schon mal an den ein oder anderen Bauern gewandt, aber leider keine Antwort erhalten. Da ich bisher mit "meinen" Linien Glueck hatte werde ich es auch weiterhin als Hinweis nehmen. Hast Du bei Dir mal geschaut ob Steine oder Scherben auf dem Feld zu finden sind?
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Beitragvon rafael55 » Fr 25. Mai 2018, 18:16

Bei der ein oder anderen Stelle, wo diese Linien zu sehen sind, war ich schon vor Ort. Na gut, das will aber nichts heissen, da diese Linien hier wirklich überall sind, egal ob schon ältere Siedlungen bekannt sind oder nicht. Mir sind diese Linien schon lang ein Rätsel und ich bin gespannt darauf endlich mal eine Erklärung zu finden :gruebel: Aber falls sie beispielsweise römisch sind, dann Hut ab an die Römer, die hätten dann nämlich jeden Fleck auf einer enormen Fläche besiedelt :ironie aber im Ernst, ich habe echt keine andere Erklärung als landwirtschaftliche Ursprünge... Vielleicht findet sich hier jemand, der eine Antwort auf dieses Rätsel hat. Aber am Besten ist, wie du geschrieben hast, die Archäologie zu fragen. :thumbup
Hier noch ein extremes Beispiel der Linien:
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Beitragvon Hans_Marder » Fr 25. Mai 2018, 19:28

download/file.php?id=25583&mode=view bei diesem Bild handelt es sich um ein riesen Areal was rings um ein Roemerlager drumrum geht. teilweise sind diese Strukturen auch mal uebereinander, ich vermute das zu einem spaeteren Zeitpunkt dann nochmal irgendetwas dort stand. Wenn Du schon vor Ort warst, war der Acker sehr steinig oder hast Du nach Scherben geschaut?
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Beitragvon Zulu » Fr 25. Mai 2018, 23:54

Klingt alles sehr interessant. Na dann packt mal eure Detektoren aus und fangt an zu suchen :winken:
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Beitragvon Hans_Marder » Sa 26. Mai 2018, 00:43

Felder sind noch bestellt. Stehe ja schon und kratze mit den Hufen. Wald kotzt mich mittlerweile sowas von an. War heut kurz davor die Sonde an den Baum zu knallen. Waren nur so viele und konnt mich nicht entscheiden an welchen :mrgreen:
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Beitragvon rafael55 » Mi 30. Mai 2018, 12:51

Hans_Marder hat geschrieben:http://www.schatzsucher.org/forum/download/file.php?id=25583&mode=view bei diesem Bild handelt es sich um ein riesen Areal was rings um ein Roemerlager drumrum geht. teilweise sind diese Strukturen auch mal uebereinander, ich vermute das zu einem spaeteren Zeitpunkt dann nochmal irgendetwas dort stand. Wenn Du schon vor Ort warst, war der Acker sehr steinig oder hast Du nach Scherben geschaut?


Ich habe keine Beobachtungen von Steinen oder Scherben in Abhängigkeit der Linien machen können. Doch, wie schon gesagt wäre das überraschend, da sie bei mir nahezu im ganzen Land zu sehen sind. Doch mal mit dem Metalldetektor drüber ist sicher nicht verkehrt, wenn du meinst, dass es Siedlungsspuren sind. Aber ich würde dort hingehen wo du Linien siehst, aber grad kein Römerlager oder so was in der Nähe ist. So werden Zufallsfunde eher ausgeschlossen und das Ergebnis ist eindeutiger. Viel Glück :thumbup
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Beitragvon Hans_Marder » Mi 30. Mai 2018, 21:31

Wie schon geschrieben, ich gehe inzwischen davon aus das es nicht unbedingt mit roemischen den Lagern zusammenhaengt. Habe diese Linien auch an einer mittelalterlichen Wuestung beobachtet, heisst aber nicht das da vorher nicht eventuell was roemisches stand.. weiss man bei uns in der Ecke ja nie.

Die Lager betreffend, die hatten, wenn es laengerfristig bestehende, groessere Lager waren natuerlich ein Problem mit dem Abwasser. An einem Lager konnte ich recht schoen feststellen das diese Linien (Kanaele in dem Fall) in einen Hauptkanal laufen und vor Ort konnte ich den Haupfkanal weiter bis zu einem Bach verfolgen (abschuessiges Gelaende) also vermute ich im Fall der Lager das es sich um "Abwasserkanaele" handelt. Die Roemer hatten ja sogar mobile Badehaeuser dabei!
In einem englischen Artikel las ich das ein gesunder und durchtrainierter Mensch (in unserem Fall die Soeldner) der sich normal ernaehrt taeglich durchschnittlich 500g Stuhl produziert. Die grossen Lager in denen 1000 oder 10000 Mann stationiert waren hatten also ein Problem, ein nicht zu kleines, stinkendes, taeglich. Die hatten da auch nicht nen Donnerbalken sondern mobile Toiletten wohl sogar mit Wasserspuelung.
Leider befasst sich die Archeologie mit diesem Problem nicht ;-)

Vergass zu erwaehnen da gibt es ein Feld welches ueberflutet war und an dem stehenden Wasser konnte ich diese Linien richtig gut sehen, da stand mal ein Gebaeude (ist eine Wuestung eines Dorfes) aber nicht nur das, man konnte sehen wo frueher die einzelnen Raeume des Hauses waren. Wenn der Bauer das endlich mal trocken gelegt hat gehts mit der Sonde drauf :-)
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Beitragvon rafael55 » So 19. Aug 2018, 14:42

Hallo,

Ich habe endlich die Ursache für die Linien auf den Feldern gefunden! Sie sind tatsächlich landwirtschaftlich entstanden, wie ich vermutet habe. Es sind Spuren von Entwässerungsprozessen, sogenannte Drainagen. Dies erklärt auch das häufigere Vorkommen in Feuchtgebieten und wieso du die Spuren bei einem überfluteten Feld gesehen hast. Ausserdem könnte man Deine beobachteten Zusammenhänge mit früheren Siedlungsstellen so erklären: Die Menschen haben natürlich immer dort gesiedelt, wo es feucht und fruchtbaren Boden gab.
:thumbup http://www.moehle-tiefbau.de/pdf/Musterplan_06-0543.pdf
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Beitragvon Hans_Marder » So 19. Aug 2018, 18:49

Top Fund! Danke!!
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