Ich weiß auch nicht, komische Problematik. In dem Video wird gesagt, dass Hauptproblem lag in der späten Abgabe der Funde.
Aber mal ehrlich, selbst wenn ich das Zeug noch am selben Tag abgeben hätte , kann man doch nicht ernsthaft glauben, "ungeschoren" davon zu kommen.
Einerseits finde ich es krass, wenn man hört, dass bei von Archäologen freigelegte Grabdeckel über Nacht einfach so mit nem Vorschlaghammer eingeschlagen und geplündert wurden .... andererseits kann es doch nicht angehen, dass man grundsätzlich mit einem Schwerkriminellen verglichen wird. Nur weil man eine Sonde in der Hand hat ???
Zu mir kam irgendwie noch kein Passant und war empört darüber, dass ich den 1895er Reichspfennig nicht für jedermann zugänglich mache ... klar ist das nicht mit einen Barbarenschatz zu vergleichen, aber ich finde, man muss schon differenzieren zwischen was ist wichtig und was ist einfach nur alter Schrott.
Eine Aussage die ich mal gelesen hatte war ja auch, dass die Archis empört darüber waren, als sie den Hobby-Anwärtern vorschlugen erstmal ohne Sonde auf die Suche zu gehen. Die Archis wunderten sich "Komisch, von denen hat sich keiner mehr gemeldet"
Da frag ich mich, wie naiv man sein muss.
Natürlich darfst du bei uns in den Angelverein ... aber die ersten 2 Jahre ohne Angel! Natürlich darfst du in den Biker-Club, aber bitte lass dein Motorrad zuhause ...
Oje, viel Stoff zum Aufregen und drüber nachdenken.
Wer von euch denkt denn jetzt ernsthaft darüber nach, sein Hobby aufzugeben oder jeden Fund unverzüglich zu melden?
Mich würde einfach mal der wirklich angekommene Effekt des "harten Urteils" bei den Sondengängern interessieren.