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Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: Sa 8. Feb 2014, 00:15
von Ebinger1
Das Märchen vom Lufttest ?

Ist es wirklich nur ein Märchen das viele Detektoren ein Objekt im Boden tiefer detektieren können als im Lufttest :?:

Wie ist EURE Meinung :?:

Welche Erfahrungen habt IHR gemacht :?:

Wer hat das schon einmal mit seinem Detektor geteset :?:

:thanks

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: Sa 8. Feb 2014, 08:31
von Hr.Kaleu
Meiner Meinung ein Märchen und aus physikalischer Sicht eigentlich auch gar nicht möglich, aber wenn mir jemand einen "normalen" VLF- MD nennt der dieses Kunststück vollbringt gehe ich der Sache gerne nach.

Ein Kollege hat in einem anderen Forum einmal etwas geschrieben was mir sehr gut gefallen hat, auch wenn man deswegen immer wieder Spott erntet und als Idiot angesehen wird. Darin wird gesagt das ein VLF-MD unter normalen Umständen ein Objekt im Boden ungefähr 1/3 weniger tief detektiert als bei einem Luftest, sicherlich ist diese Formel nicht immer 1:1 anwendbar da auch andere Faktoren (Bodenbeschaffenheit etc.) eine Rolle spielen, aber so ungefähr kommt es doch hin.

:angst:

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: Sa 8. Feb 2014, 18:35
von Markus
Ebinger1 hat geschrieben:Das Märchen vom Lufttest ?

Ist es wirklich nur ein Märchen das viele Detektoren ein Objekt im Boden tiefer detektieren können als im Lufttest :?:

Wie ist EURE Meinung :?:

Welche Erfahrungen habt IHR gemacht :?:

Wer hat das schon einmal mit seinem Detektor geteset :?:

:thanks



Doch doch, wenn es sich um ein Objekt handelt was mehrere Hundert Jahre im ungestörten Boden liegt,
z.b. ein Stüber aus Kupfer bildet ja um sich im Erdreich durch austreten von Kupfersulfat eine größere fläche und diese wird ja dan mit Detektiert
also kann man die Münze wenn in Luft sagen wir mal bei 20cm wäre schluß, sie im Erdreich bei 22cm noch finden.
Jeder wird doch mal das selbe bemerkt haben, man hat ein gutes Signal gräbt es aus und auf einmal ist nichts mehr zu hören oder zu finden,
dann ist zumeist das Objekt draußen oder noch im loch und man bekommt es deswegen nicht da die Objekt größe zu gering jetzt auf einmal ist was zuvor
durch ablagerung aus dem Objekt viel größer war.

Gruß Markus

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: Sa 8. Feb 2014, 21:14
von Mr.Teknetics
Ein Lufttest kann, wenn er richtig durchgeführt wurde ein guter Indikator seiner maximal zu erreichenden Tiefe im Boden sein.

Leider werde aber oft Fehler beim Lusttest gemacht:
1. Bei Detektoren mit Ground Tracking wird oft beim Lufttest das Tracking nicht ausgestellt, was zu einem schlechten Lufttest führt. (z.B. Whites MXT, da kann beim Lufttest der Bodentracking Schalter auf "lock" gestellt werden.)
2. Oft Stellen sich die Tester beim Lufttest mit Ihrer Gürtelschnalle neben die Spule ohne zu wissen, dass jedes Metall im Magnetfeld der Spule die Leistung reduziert.
Gleiches zählt wenn mehrere Münzen getestet werden und nach und nach im Magnetfeld der Spule abgelegt werden.
3. Beim Lufttest liegt der Detektor auf dem Boden. Da das Magnetfeld der Spule größer ist als das "Ortungsfeld" wirkt sich der Boden auf die Leistung aus.
4. Der Lufttest wird im Haus durchgeführt. Alle elektromagnetischen Felder im Haus beeinflussen das Magnetfeld der Spule, also die Leistung.

Wie Markus schon richtig schreib, kann eine Münze im Boden mit der Zeit eine Art "Metallfilm" um sich bilden, wodurch sich die für den Detektor die "sichtbare Fläche vergrößert. Dann kann sie tiefer geortet werden als eine gleiche Münze in Luft.

Wie groß der Unterschied zwischen einem richtig durchgeführten Lufttest und der Bodentiefe ist, hängt von dem Eisenoxid Anteil im Boden ab. (Fe3O4)
Je höher der Eisenoxidgehalt, desto mehr Tiefe geht verloren.

Andy

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: So 2. Mär 2014, 10:47
von rottsucher51
Hallo Ebinger 1,

Etwas spät zum Thema Lufttest: Hab neulich auf dem Acker getestet, 30cm Loch gegraben, Münze rein und darüber geschwenkt, kein Signal.
Loch vollständig aufgefüllt und erneut darüber geschwenkt, siehe da ein eindeutiges Signal. Denke doch das die Erde auch einen Leitwert hat.

LG

Rottsucher

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: So 2. Mär 2014, 12:03
von Ebinger1
rottsucher51 hat geschrieben:Hallo Ebinger 1,

Etwas spät zum Thema Lufttest: Hab neulich auf dem Acker getestet, 30cm Loch gegraben, Münze rein und darüber geschwenkt, kein Signal.
Loch vollständig aufgefüllt und erneut darüber geschwenkt, siehe da ein eindeutiges Signal. Denke doch das die Erde auch einen Leitwert hat.

LG

Rottsucher


Hallo Rottsucher, wie sieht denn das Ergebnis aus wenn Du die Münze einfach im Abstand 30 cm vor der Spule schwenkst?

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: So 2. Mär 2014, 19:02
von rottsucher51
Beim Lufttest 30 cm Abstand der Münze, hab ich noch ein Minimales Signal, Münze ca 22mm Spule 27cm

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: So 2. Mär 2014, 19:22
von Wallenstein
Bei den Tests im Grenzbereich muss man immer aufpassen, dass der Detektor nicht das gegrabene Loch (Störung des Erdreichs) anzeigt. Man kann das überprüfen indem man die Münzen entnimmt und dann wieder drüber schwenkt.

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: So 2. Mär 2014, 21:25
von rottsucher51
Wallenstein hat geschrieben:Bei den Tests im Grenzbereich muss man immer aufpassen, dass der Detektor nicht das gegrabene Loch (Störung des Erdreichs) anzeigt. Man kann das überprüfen indem man die Münzen entnimmt und dann wieder drüber schwenkt.






Hab ich gemacht Danke

Re: Das Märchen vom Lufttest ?

BeitragVerfasst: So 2. Mär 2014, 22:25
von matt.
Markus hat geschrieben:
Ebinger1 hat geschrieben:Das Märchen vom Lufttest ?

Ist es wirklich nur ein Märchen das viele Detektoren ein Objekt im Boden tiefer detektieren können als im Lufttest :?:

Wie ist EURE Meinung :?:

Welche Erfahrungen habt IHR gemacht :?:

Wer hat das schon einmal mit seinem Detektor geteset :?:

:thanks



Doch doch, wenn es sich um ein Objekt handelt was mehrere Hundert Jahre im ungestörten Boden liegt,
z.b. ein Stüber aus Kupfer bildet ja um sich im Erdreich durch austreten von Kupfersulfat eine größere fläche und diese wird ja dan mit Detektiert
also kann man die Münze wenn in Luft sagen wir mal bei 20cm wäre schluß, sie im Erdreich bei 22cm noch finden.
Jeder wird doch mal das selbe bemerkt haben, man hat ein gutes Signal gräbt es aus und auf einmal ist nichts mehr zu hören oder zu finden,
dann ist zumeist das Objekt draußen oder noch im loch und man bekommt es deswegen nicht da die Objekt größe zu gering jetzt auf einmal ist was zuvor
durch ablagerung aus dem Objekt viel größer war.

Gruß Markus




Richtig genau so ist es. ..