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Unterstützung gegen Überbauung röm. Vicus in Burlandingen

Wissenswertes für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Archäologie, sowie Heimat- und Geschichtsvereinen. Beantragen einer Suchgenehmigung.

Beitragvon Ebinger1 » Do 8. Mär 2012, 19:57

Hallo liebe Mitleser,

am 03.03.2012 erschien in der Südwest Presse folgender Artikel:

Burladingen. Gewerbe hat Vorrang vor dem römischen Erbe. Wenn das Burladinger Baugebiet Kleineschle gen Westen ausgedehnt wird, ist das römische Vicus, das unter den Wiesen schlummert, endgültig verloren.

zum Komletten Artikel:
http://www.swp.de/hechingen/lokales/bur ... 04,1361981


aktion archäologie bezieht dazu wie folgt Stellung:

Wirtschaft contra Kultur?

Wir denken hier zeigt sich ein sehr kurzfristiges Denken.
In der finalen und unwiederbringlichen Zerstörung nach vorher nur notdürftigen Bestandsaufnahme des kulturellen Erbes, hier einer ausgedehnten römischen Siedlung,werden die Spuren der Geschichte unwiederbringlich aus unserem Erlebnisbereich getilgt.

Was uns noch unverständlicher ist: entsprechende Ausweichfächen für eine gewerbliche Nutzung sind mit einer Fäche von 17 Hektar vorhanden!

Selbst wenn die Zeugnisse unserer Geschichte keinen Stellenwert im Bewusstsein einiger Entscheidungsträger haben, so muss man doch zumindest auch einmal einen Blick auf den Standort- und Wirtschaftsfaktor der Regionalgeschichte werfen.
Diese Bedeutung haben selbst unsere EU Politiker in den Fokus der Regionalförderung bei der Unterstützung und Erschließung geschichtlicher Zeugnisse zur Förderung beachtet und erhebliche Mittel bereit gestellt.
In den vergangenen Jahren haben sich kulturelle Stätten, besonders Zeugnisse der kulturellen Geschichte als wichtige Standortfaktoren zur Ankurbelung der regionalen Wirtschaft erwiesen.

Bei dem in diesem Artikel vorgestellten Ausdehnung der Anlage, sollte man
hier von einer vielschichtigen Quelle für die wissenschaftliche Forschung und von einem sehr interessanten touristischen Ziel ausgehen können.

Mit dem von der Rom-Expertin Dr. Brigitte Holzhauer vorgestellten Begriff einer Via Appia antica Burladingen wäre schon einmal der Grundstein für eine erfolgreichen Vermarktung gelegt.

Aber wie so oft sieht man in den politischen Gremien zuerst die Kostenhürde. Wir als private Organisation im Bereich der Erforschung der geschichtlichen Hinterlassenschaften, deren Bewahrung und Vermittlung, bieten wir hier gerne unsere Unterstützung an um die Schaffung einer geeigneten Struktur auf privater Initiative zu starten und die laufenden Arbeiten zu koordinieren.

Welche Erschließung für die wirtschaftliche Stärkung der Region nachhaltiger ist... muss an dieser Stelle nicht betont werden, da dies im Hinblick auf alle Belange offensichtlich ist.
Also sollte der Geschichte hier auch der entsprechende Vorrang eingeräumt werden.

Kultur ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor!

Wir möchten Sie bitte die Beschlussfassung nochmals zu überdenken!

Glenn Dedeke
Geschäftsführer
aktion archäologie
Verband zur Erforschung, Dokumentation und Erhaltung des geschichtlichen Erbes
www.aktion-archäologie.de

Wir würden uns über Unterstützung in Form von weiteren Leserbriefen an dieses Presseorgan sehr freuen.
*

Aktion Archäologie
Verband zur Erforschung, Dokumentation und Erhaltung des geschichtlichen Erbes
Ebinger1 Offline

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Beitragvon Walther.v.Vogelweide » Di 10. Jul 2012, 16:12

Ich kann sowieso nicht verstehen warum bei jährlich sinkender Bevölkerung und jeder Menge Brachflächen trotzdem ständig noch Neuland verbraucht werden muss. Nur damit auch jedes Kuhkaff ein Gewerbegebiet und am besten noch Industrie hat. Was soll das? Warum muss heutzutage jeder ländliche Raum "entwickelt" werden? Warum können die jenigen die auf Industrie + Gewerbe stehen nicht einfach in die Stadt wandern und das Land so lassen wie es ist. In wenigen Jahren fällt dann auf das es doch nicht so der Bringer war mit der Bebauung dort, Betriebe schließen und das Gebiet wird zu Industriebrache, Hintertupfingen hat für 10 Jahre ein bißchen Großstadt spielen dürfen und der Steuerzahler ist um ein paar Millionen ärmer und die ganze Nation hat ein riesiges Kulturdenkmal für immer verloren.
Walther.v.Vogelweide Offline


 

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