ACHTUNG! Mit einer CORS-Spule kann man die Fundrate verdoppeln!
Logo Zur Startseite Neueste Beiträge

Funde auf Sardinien

Münzen und Metallfunde zeigen und bestimmen.

Moderator: DHS

Beitragvon peko » Do 23. Okt 2014, 23:06

Nachdem ich mich hier kurz vorgestellt hatte, habe ich nun in den letzten Tagen einige Dinge gefunden (neben den offenbar üblichen massenhaften Dosen, Dosenlaschen, Nägeln & sonstigem Schrott in Kilo-Dimensionen), die ich a) Euch zeigen möchte und b) zu dem einen oder anderen Eure erfahrene Hilfe erbitte.

Doch zuvor noch eine kurze Information, falls jemand überlegt, ob er in seinen Urlaub auf dieser wunderschönen Mittelmeerinsel seine Sonde mitnehmen soll: Das Suchen mit Metalldetektoren ist auf Sardinien grundsätzlich erlaubt, mit Ausnahme Archäologischer Zonen wie etwa den 2000 bis 4000 Jahre alten Nuraghen, prähistorischen Steintürmen, von denen noch immer ca 8000 auf Sardinien rumstehen. Funde von historisch/archäologischem Interesse oder "größerem" Wert sind den Behörden/Museum zu melden, die Sucherlaubnis ist vom jeweiligen Grundeigentümer einzuholen. Es gilt die Hadrian'sche Teilung 50:50.
Diese Angaben bekam ich in letzter Zeit zweimal bestätigt, als ich von Forestali (=eine Art Forstpolizei mit weitreichenden Kompetenzen) kontrolliert wurde. Einmal von zwei netten Damen, die das Gewicht der umgeschnallten großen Pistolen fast umwarf und die in rührender Unsicherheit nicht wussten, was sie mit mir machen sollten, bis sie per Funk die Info erhielten, dass Sondengänger hierzulande keine Schwerverbrecher, nicht mal andeutungsweise illegal sind, und einmal von zwei ebenfalls martialisch wirkenden, aber unaufgeregten Herren, die sich eher für die technische Seite des Sondelns interessierten.

Hier nun meine Funde:

Bild
Nix Spektakuläres, ich weiß, aber immerhin ist der linke Knopf von Versace ... Ob der mittlere Knopf neu oder alt ist, wage ich nicht zu schätzen - das nichtmagnetische Material ist sehr porös und brüchig, das (Muster)Design kommt mir nicht sehr modern vor, erinnert mich irgendwie an die "Nierentisch"-Epoche der 60er. Eure Meinung?

Bild
Zu diesen Vorderlader-Kugeln bekam ich von jagenden Nachbarn folgende Infos: für die Jagd konnten sich die Sarden früherer Zeiten kaum Muniton leisten. Kugelzangen und sonstige Guss-Vorrichtungen waren teuer. So verwendete man nicht immer gegossene Kugeln (li o), sondern zwickte von Bleistangen passende Stücke ab und klopfte sie mit dem Hammer zurecht (li u, re o). Und hatte man kein (teures) Blei, tat's auch ein Stück von einer Eisenstange (re u, magnetisch). Ob's stimmt?

Bild
Auch mein erstes Schmuckstück hab ich gefunden, Teile eines (neuzeitlichen) Silberkettchens, 4,5g.

Bild
Diese Plakette war angeblich mal auf einem miltär. Gewehr am Kolbenboden montiert

Bild
Rot lackiert, nichtmagnetisch. Die Zahl 59 könnte den Truppenteil (Regiment, Bataillon) bezeichnen. Trotz langer Recherche konnte ich kein Foto von metallenen Schulterklappen finden, meistens sind sie textil oder schnurgeflochten. Und ebenso schwierig ist die Datierung: Italien (zu dem Sardinien ja gehört) war bis 1946 (!) ein Königreich. Ob unter Mussolini aber noch die Königskrone die Schulterklappen seiner Soldaten zierte? Keine Ahnung.

Und dann hab ich noch dieses Teil ausgegraben, das mir Rätsel aufgibt. Auf den ersten Blick hab es für einen simplen Dachpappen-Nagel gehalten. Aber das Material dürfte Kupfer (oder Bronze, ich wollt's nicht zerkratzen, jedenfalls nichtmagnetisch und rötlich) sein und ist ungewöhnlich aufwendig verarbeitet. Heute, denk ich, würde sowas in einem Stück gegossen, aber hier ist die Kupferscheibe (DM 24mm) sorgfältig auf einen extra "Halter" aufgenietet. Ich würde es für den Rückenteil eines Abzeichens halten, wäre nicht diese aufwendige Verarbeitung. Außerdem ist die "Nadel" zeimlich dick, kurz und stumpf, liesse sich also nicht gut durch Stoff schieben. Habt Ihr einen Tipp, was (und wie alt) das sein könnte?
Bild
Bild

Als Newcomer bin ich sicher noch lange in der Lernphase, aber mit der Zeit, so hoffe ich, werd ich auch mal Tipps geben können und nicht nur bekommen...
peko
peko Offline


Aktives Mitglied (Rang 3 von 7)
 
Beiträge: 78
Registriert: Mi 4. Jun 2014, 22:40
Wohnort: Wien & Sardinien
Metallsonde: EuroTek PRO

Information

Werbebanner

Beitragvon Ebinger1 » Fr 24. Okt 2014, 00:06

Das mit dem Eigenbau von Musketengeschossen war weit verbreitet.

Da die Läufe ja lange glatt waren, konnten selbst Stein- und ab und an sogar Tonkugeln verschossen werden.

Die Geschosse wurden mit Stoff, Papier, Lederstücken im Lauf verdämmt und konnten dann verschossen werden :mrgreen:

Schau mal ob du zu den Knöpfen etwas unter den Stichworten Zeltbahn & Militärknopf... evtl. passt das :?:

Könnte es sich bei der Schulterklappe auch evtl. um ein GB Regiment handeln... :?:

Die letzten beiden Bilder... Deko am neuzeitlichen Zaumzeug :?:
*

Aktion Archäologie
Verband zur Erforschung, Dokumentation und Erhaltung des geschichtlichen Erbes
Ebinger1 Offline

Benutzeravatar
Experte (höchster Rang)
 
Beiträge: 8281
Registriert: Sa 7. Jan 2012, 00:24

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon Don » Fr 24. Okt 2014, 13:23

Die letzten beiden Bilder...

Ich habe es in alle Menge im Burgenland Gefunden... Letzten 2 am Sontag...
Habe aber leider keine Ahnung was ist den das!
Stop mit der Benachteiligung!
Sondengänger sind sportler und nicht Raubgräber!
Don Offline

Benutzeravatar
Spezialist (Rang 6 von 7)
 
Beiträge: 609
Registriert: Fr 9. Mai 2014, 15:14
Wohnort: Burgenland - Österreich
Metallsonde: Garrett AT Pro Intl + Garrett Pro-Pointer AT

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon sondlerfreak » Mi 3. Jun 2015, 10:35

Die letzten beiden Bilder sind Eternit Platten Nägel.Die findet man zu Hauf.Kannst in die Tonne schmeissen.lg.
sondlerfreak Offline


Mitglied (Rang 2 von 7)
 
Beiträge: 32
Registriert: Fr 20. Dez 2013, 23:13
Wohnort: Wien
Metallsonde: Fisher F-44 Discovery- 3300 Garrett pro Pointer AT

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!

Beitragvon peko » Do 4. Jun 2015, 20:47

@ Sondlerfreak
Danke, mittlerweile bin ich da auch schon draufgekommen - hab noch etliche davon gefunden, auf Sardinien wie auch in Österreich. Und weil bei dem einen oder anderen noch die halbe Eternitplatte dranhing, hab ich hab ich blitzartig kapiert, für was die Dinger gut sind (waren).
Aber da das asbesthaltige Eternit ja schon seit 10 jahren nicht mehr verwendet werden darf, sind die Nägel auch schon wieder fast Antiquitäten...

peko
peko Offline


Aktives Mitglied (Rang 3 von 7)
 
Beiträge: 78
Registriert: Mi 4. Jun 2014, 22:40
Wohnort: Wien & Sardinien
Metallsonde: EuroTek PRO

Information


Diese Werbeanzeige verschwindet nach Forenanmeldung!



  • Information

Ausrüstung - Metalldetektor EuroTek PRO (LTE)


Eurotek PRO (LTE), das Euro steht für Europa, daher ein europäisches und kein an amerikanischen Münzen ausgerichtetes Leitwertsystem, Tiefenanzeige in Zentimeter anstatt in amerikanischen Inch. Besonders störfest gegenüber den Mobilfunknetzen, insbesondere gegenüber LTE!

Der Eurotek PRO (LTE) ist ein qualitativ hochwertiger Metalldetektor zu einem fast unschlagbar günstigen Preis. Die Metallsonde verfügt über eine für diese Preisklasse gute Tiefenleistung sowie ausgefeilte Technik zur Erkennung des im Boden befindlichen Objekts. Der schnelle Prozessor ermöglicht eine hohe Signalverarbeitungsgeschwindigkeit und Signaltrennung bei niedrigem Stromverbrauch.

Leistungsdaten:
- Empfindlichkeit und Diskriminator regelbar
- Erkennen des im Boden befindlichen Metalls mit Hilfe von 100 Leitwertnummern im Display
- Die Tiefe eines Objekts wird im Display angezeigt
- 3 Töne zur akustischen Metallunterscheidung
- Ein "Overload" Alarm Ton warnt von großen Metallen in der Nähe der Spule
- Unerwünschte Metalle (z.B. Nägel, Alufolie) kann man im Disc Mode ausblenden
- Moderner Mikroprozessor zur schnellen Signalverarbeitung
- Pinpointmodus zur exakten Lokalisierung der Lage des Objekts im Boden
- Stabiler Handgriff und 3-teiliges verstellbares Gestänge, Gewicht ca. 1,1 Kg
- 20cm Rundspule ermöglicht eine hohe Kleinteileempfindlichkeit bei guter Suchtiefe
- Wasserdichte Spule für die Suche am Strand oder Badesee
- Frequenz 7,8 kHz, dadurch annähernd gleich hohe Empfindlichkeit auf Gold und Silber
- Kopfhöreranschluß (Lautsprecher wird dann automatisch abgeschaltet)
- Batteriezustandsanzeige im Display ständig zu sehen
- Läuft mit den preiswerten 9V Blockbatterien aus dem Discounter (Betriebszeit ca. 20 bis 25 Stunden)

Die bevorzugten Einstellungen lassen sich speichern und sind dann direkt nach dem Einschalten wieder da!




Zurück zu Bodenfunde und Schätze

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 8 Gäste

cron