toter winkel hat geschrieben:Als Historiker müsstest Du doch eigentlich wissen, das wir Deutschen den Sozialtourismus in der zweiten Hälfte des 18 Jhd. miterfunden haben .... Von daher......
Nein, weiß ich nicht ... aber du kannst mir das sicher genau erklären.Der Begriff "
Sozialtourismus" wird für Einwanderung gebraucht, die nur dazu dient,
im Zielland Sozialleistungen zu erhalten (
Freizügigkeitsmissbrauch) ... u.a. im Zusammenhang mit den hier lebenden Bulgaren und Rumänen, die hier üppige Sozialleistungen fürs Nichtstun kassieren, die weit über dem Einkommen eines Arbeiters in ihrer Heimat liegen ... und trifft natürlich auch auf die
derzeitige Masseneinwanderung zu.
Das es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bereits irgendwo
üppige Sozialleistungen gab, die die Menschen zur Migration bewegt hätten, ist mir nicht bekannt.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wanderten viele Menschen aus den deutschen Staaten - eingeladen durch die dortigen Landesherren, die die "tüchtigen" Deutschen brauchten um ihr Land zu entwickeln - nach Ungarn, Rumänien und Russland aus und
entwickelten dort durch ihren eigenen Fleiß eine bedeutende Wirtschaftskraft.
Die ersten Auswanderungen nach Amerika erfolgten - ebenfalls Ende des 18. Jahrhunderts - zuerst überwiegend aus religiösen Gründen, wegen der dort gewährten
Religionsfreiheit.
Die Auswanderungen nach Übersee stehen dann vor allem in Zusammenhang mit dem
Zusammenbruch der alten agrarischen Gesellschaft und dem
Anbruch des modernen Industriezeitalters. Durch die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität und der Industrialisierung, den sanitären und medizinischen Fortschritt
sank die Sterblichkeit extrem und es kam zu einem
rasanten Bevölkerungswachstum in den deutschen Ländern ... bei großen Missernten in der Landwirtschaft ... mit der Folge einer wachsenden
Massenarmut und -arbeitslosigkeit. Auch die Entwicklung von Dampfschiffen, die die Atlantik-Überquerung einfacher machte, spielte dann im weiteren Verlauf eine Rolle.
In den Ländern angekommen erhielten die Menschen lediglich ein Stück Land ...
Sozialleistungen waren vollkommen unbekannt ... sie mussten
extrem hart arbeiten um sich ein einfaches Auskommen zu ermöglichen - und viele haben das nicht überlebt.
Die
deutschen Auswanderer haben keine Sozialleistungen erhalten, sondern
haben Amerika durch ihre Leistungsbereitschaft, ihren Erfindergeist und ihre Tüchtigkeit geprägt.
Wer organisierte die Armee der Kolonien im amerikanischen Unabhängigkeitskampf gegen die Briten? Ein preußischer Offizier. Worin hatte die föderale Verfassung der USA ihr Vorbild? In der Struktur des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Wer erfand die Jeans? Ein Unternehmer aus dem fränkischen Buttenheim. Wer kämpfte im Sezessionskrieg aufseiten der Nordstaaten gegen die Sklaverei? Unter anderem 200.000 deutsche Einwanderer. Wer entwarf die Kuppel des Kapitols in Washington? Wer baute die Brooklyn Bridge in New York? Wo hat die Kunst Walt Disneys ihre Wurzeln?
Das Brauereigewerbe Amerikas ist fast vollständig in deutscher Hand. Der in Preußen geborene Charles (Karl) Krug experimentiert mit Traubensorten und keltert als Erster Wein im kalifornischen Napa Valley. Der Pfälzer Friedrich Weyerhäuser kauft Waldgebiete auf und gilt bald als Holzmagnat des Westens. Der Württemberger Henry Müller (Miller) wird zum cattle kingdes Westens. Johann Jacob Bausch, ein Optiker, und sein Finanzpartner Henry C. Lomb gründen 1853 in Rochester, New York, eine Manufaktur für Monokel: Bausch & Lomb.
Deutscher Erfindergeist und deutsche Tüchtigkeit wohin man nur blickt.Mit Sozialtourismus hatte diese Auswanderung nicht das geringste zu tun !!!Zu keiner Zeit sind Deutsche ausgewandert, weil es woanders üppigere Sozialleistungen fürs Nichtstun gab ... so wie es momentan die Millionen Migranten machen, die zu uns nach Deutschland kommen.