Also ich bin zwar noch ein Neuling beim "
sondeln" habe mich aber die letzten Wochen intensiv mit den Themen Recht, Genehmigungen, "Raubgräber", Archäologen, Denkmalschutzamt usw. auseinandergesetzt. Natürlich kann ich dabei nur auf Veröffentlichungen in Medien, hauptsächlich Internet zurückgreifen. Meine bisher einzige praktische Erfahrung war eine Mailanfrage ans LDA Brandenburg, zwecks einer Suchgenehmigung mit einer Metallsonde.
Ich bekam zwar keine, aber zumindest eine ausfürliche Auskunft wie ich eventl. eine bekommen könnte.
Meine bisherige persönliche Meinung ist:
Es wäre toll, wenn ich überall ungehindert losziehen, suchen, finden und aus den Funden ggfl. Kapital schlagen könnte.
Aber so ist es nicht! Also habe ich mich an Vorschriften zu halten, die mir eventl. nicht gefallen und teilweise auch widersinnig sind.
Ich schweif mal ein wenig ab:
Mein Haupthobby ist das Angeln. Da wäre es schön wenn ich meine Angel nehme und in jedem Gewässer das mir gefällt Fische fangen kann. Aber so ist es nicht. Es gibt Vorschriften die ich einzuhalten habe. So muss ich zunächst eine "Sportfischerprüfung" ablegen, wo ich den Umgang mit Angelgerät, mit dem Lebewesen Fisch und noch einiges andere lerne. Mit dieser Prüfung bin ich dann berechtigt für verschiedene Gewässer eine Angelerlaubnis zu erwerben um in Gewässern zu fischen, die in Privathand liegen und eventl. mit viel Aufwand bewirtschaftet werden.
So, nun zurück zum Thema.
Ich finde es nicht gut, wenn Hinterlassenschaften unserer Vorfahren durch Unwissenheit oder Geldgier zerstört werden, Hügelgräber o.ä. geplündert und Schätze auf Nimmerwiedersehen in dunklen Kanälen verschwinden. Andererseits kann es aber auch nicht sein, daß ich mit viel Mühe einen "Schatz" gefunden habe, diesen melde, dann "enteignet" werde und sich andere, die nichts dazu beigetragen haben, "dumm und dusselig" verdienen.
Dann darf ich mir
meinen"Schatz" u.U. im Museum anschauen und muss dafür noch Eintritt zahlen??
Meine Lösung des Poblems könnte so aussehen:
Das gezielte Suchen mit einer Metallsonde nach Artefakten sollte genehmigungspflichtig bleiben. Allerdings muss eine generelle Genehmigung (also nicht nur für kleine uninteressante Areale) an jeden erteilt werden, der durch eine Prüfung nachgewiesen hat, archäologisches Grundwissen zu besitzen, wie man Artefakte behandelt, Fundorte vor Zerstörung schützt usw. und.......er muss zu einem nicht geringen Prozentsatz an der Vermarktung bzw. dem Gewinn aus dem Fund beteiligt werden.
Wäre das nicht das Paradies??
So hätte jeder was davon und es müssten keine Fundstellen mehr "geplündert" werden und die Funde auf dem "Schwarzmarkt" verschwinden.
Bin ich zu "Blauäugig"??
Euer Bellyman