Mit die schönsten und erfolgversprechensten Signale bei der Sondensuche, werden durch Kampfmittel aller Art ausgelöst.
Egal ob Handgranate oder Sprengbombe, Mörsergranate, Stabbrandbombe, Haftladung, Stabbrandbombe, Werfergranate, Schützenmine, Gewehrgranate, ... kaum ein Kampfmittel verliert im Laufe der Jahre seine Brisanz.
Viele dieser, beim Angraben oft so unscheinbar aussehenden Höllengeräte, sind durch den an ihnen nagenden Zahn der Zeit nur noch gefährlicher geworden.
Kleinste Lageveränderungen, ein unachtsamer Schlag mit dem Grabungswerkzeug ja sogar Erschütterungen können der Start zum Weg in den Sondlerhimmel sein.
Auch wenn sich diese Zeilen spaßig lesen, so ist der Hintergrund doch sehr ernst.
Auf keinen Fall sollten solche Funde, egal wie interessant, mitgenommen werden.
Ihre Nachbar werden es ihnen danken!
Fast alle Kampfmittelunfälle der vergangenen Jahrzehnte die in Zusammenhang mit Sondlern standen, sind auf unqualifizierte
E n t s c h ä r f u n g s v e r s u c h e
zurückzuführen.
Je vorsichtiger man sich also an einen Fund heranarbeitet, um so geringer ist also auch die Gefahr... und sollte es kein kampfmittel sein, dann wird der Fund auch nicht beschädigt.
ich grabe stärkere Signale grundsätzlich von der Seite an und arbeite mich dann vorsichtig an den Fund heran.
Die im Handy einprogrammierte Nummer des Kampfmittelräumdienstes sollte ein ständiger begleiter bei der Sondensuche sein.
Neben der Kampfmittelbeseitigung ist es auch die Aufgabe des KMRD zu bestimmen ob es sich bei einem Fund um Kampfmittel handelt oder nicht.
...und keine Angst. Die Meldung von Funden oder selbst verdächtigen Gegenständen ist nicht kostenpflichtig!
Bei der Fundmeldung sollte der Gegenstand und die eigene Position, so genau wie möglich, beschrieben werden.
Dies erspart lange Wartezeiten vor Ort.
Wenn möglich sollte der Fundplatz gesichert / geräumt werden. Unbeteiligte sollten also einen ausreichend großen Sicherheitsabstand einhalten (KMRD sagt min. 50 Meter).
Hier sind die einzelnen Räumdienste der Länder aufgeführt:
http://www.p-h-roehll.de/downloads/presse02.pdf


