von Adebar » Sa 8. Nov 2014, 20:07
Hallo,
hier mal ein Schaschka M27 aus meiner Sammlung, wie er standartmäßig bei den Kosakeneinheiten geführt und auch benutzt wurde - es ist keine Paradewaffe wie etwa die deutschen Säbel des WK2, sondern eine Kampfwaffe.
Ich habe das tolle Stück direkt von dem Gefreiten, der es im Frühjahr 1944 als Kriegsbeute nach Hause geschafft hat. Er hat ihn selbst vom Gürtel geschnitten. Sein Träger war sozusagen "durch äußere Einwirkung vom Pferd gefallen" - die Schnittstelle sieht man noch deutlich am Leder.
Es ist daher ein absolut unbefummeltes Stück, das gut konserviert wurde.
Lediglich die Kunstlederüberzogene Holzscheide zeigt Risse, die aber normal sind für diese Waffe.
Eingeführt wurde das Modell 1927 und ist aus der Schaschka 1881 des Zarenreiches hervorgegangen. Mannschaften und Unteroffiziere trugen die Ausführung mit Halterung für das Bajonet, Offiziere trugen sie ohne diese Halterung.
Man muß sagen, für eine sowjetische Waffe ist sie sehr sauber und liebevoll gearbeitet. Auch die Gravur "CCCP mit Hammer und Sichel" ist durchaus original und keine private Eigenarbeit des Trägers.
Für mich ist es ein Stück mit sehr hohem, ideellen Wert, da ich den besagten Weltkriegsteilnehmer Jg. 1924 seit 30 Jahren kenne und sehr schätze.
Auch hat er mir die Geschichte des Stückes genau erzählt, wie es in seinen Besitz kam und noch vor seiner Gefangenschaft von August '44 bis 1949 noch nach Hause kam. Und ich interessiere mich stets für Dinge, die Geschichte haben.
Ach ja - bei den deutschen Kosakenregimentern wurde die Schaschka ebenfalls geführt. Hier wurde bei den Beutestücken allerdings die Gravur am Griff herausgeschliffen. Allerdings bin ich froh, daß sie hier noch vorhanden ist - es ist ja schließlich eine ganz typisch russische Waffe was man ihr auch ansehen darf.
Grüße,
Dierk
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