Liebe Kollegen,
Der heißeste Winter seit Messung der Temperaturen und der Sondengänger freut sich. Zumindest ich. Und so bin ich die letzten vier Tagen ein Feld in Brandenburg abgegangen, das mir vielversprechend schien. Und was soll ich sagen - die Ausbeute war wirklich enorm. Eine vergleichbare Dichte interessanter Funde hatte ich bisher noch nicht, ich weiß nicht, wie es euch sonst so geht. Besonders hat mich die vergoldete Münze gefreut, mein erster Fund dieser Art.
Nach ein wenig Recherche hatte ich herausgefunden, dass es sich um eine Gedenkmünze anlässlich der Hochzeit Friedrich Christians mit Antonia von Bayern handelt, Sachsen-Albertinische Linie (Kurfürstentum), 1747. Ein schönes, sehr seltenes und auch wertvolles Stück - WÄRE das Gold massiv. Meine ist "leider nur" vergoldet und man erkennt auch noch Reste einer Öse im oberen Teil. Meine Schlussfolgerung: Die Münze wurde als Orden genutzt und war Teil einer Uniform. Es gab wahrscheinlich verschiedene Varianten dieser Münze. Für einfachere Leute gab es dann die günstigere Variante.
Kann das jemand von euch so bestätigen?
Auch würde mich interessieren, wie eure Erklärung ist, was derlei unterschiedliche Funde auf einem Feld angeht. Meines Wissens nach wurde in Brandenburg vermehrt Berliner Müll und Kriegsschutt auf die Felder des Umlands gekippt. Aber die wertvolleren Funde sind ja wohl kaum Teil einer Schuttlieferung. Hier würde ich eher auf einen Münzhort tippen, der sich über die Jahre verteilt hat. Könnte man sich das so erklären?
Jedenfalls motivieren derlei Bonbons ungemein, das Feld besuch ich definitiv wieder.
Ach ja- vielleicht kann mir jemand was zu den Knöpfen sagen? Lassen die sich zuordnen? Danke im Voraus!
Euch ein frohes Fest und allzeit Gut Fund!

