Hr.Kaleu hat geschrieben:Armut müsste es auf dieser Welt nicht geben, es scheitert seit Menschengedenken an einer gerechteren Verteilung.
Da muss ich dir vehement widersprechen ... Armut wird es wohl leider immer geben. Bis jetzt ist jedenfalls
keine Lösung in Sicht ... eine grausame aber wirkungsvolle Möglichkeit wäre das "Abschlachten" von vielen hundertmillionen Menschen.
Dass man die weltweite Armut beseitigen oder auch nur gravierend reduzieren könnte, ist ein schöner Traum, aber realistisch betrachtet - zumindest aus heutiger Sicht - eine
vollkommen utopische Illusion.
Natürlich trägt auch eine "ungleiche Verteilung" mit dazu bei, ist aber nicht das wesentliche Problem.
Armut in der Dritten Welt hat viele Ursachen ... eine ganz wesentliche Ursache ist - wie bereits dargestellt - die
Überbevölkerung ... und dass immer mehr Böden durch Überbeanspruchung ausgelaugt sind ... und wie will man die in den Griff bekommen? Vielleicht ein wenig durch Umstellung auf rein vegane Ernährung, verzehren von Algen, künstliche Lebensmittel usw. aber das ist alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Trotz großer Anstrengungen, extreme Armut und Hunger zu bekämpfen, ist aufgrund des großen Bevölkerungswachstums bis heute
die absolute Zahl der Hungernden weltweit fast gleich geblieben, lediglich der Bevölkerungsanteil der Hungernden an der Gesamtbevölkerungszahl konnte bis 2006 in den Entwicklungsländern von 20 % auf 17 % reduziert werden.
In den nächsten Jahren wird vor allem die AIDS-Pandemie die Bekämpfung der Armut behindern ... auch wenn die Natur dadruch ein klein wenig dabei hilft, das Bevölkerungswachstum minimal zu reduzieren. Allein 20 Millionen Afrikaner sind HIV positiv. Die UNO schätzt, dass in fünf Jahren
täglich 13.000 Menschen in Afrika an den Folgen von AIDS sterben werden. Für die betroffenen Staaten wird dies einen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch bedeuten.
Viele Länder der Dritten Welt liegen in den Tropen und Subtropen. In den Trockenzonen werden Dürren zum Problem und im anderen Extrem der immerfeuchten Tropen sind die Böden ohne das Ökosystem Regenwald unfruchtbar. Abnehmenden Bodenfruchtbarkeit und Klimawandel verstärken das Problem.
Ein Problem für Armut ist der fundamentalistische
ISLAM. Überall, wo der Islam in den letzten 600 Jahren "zivilisatorisch" gewirkt hat, hat er Armut, Analphabetismus und Rückständigkeit hinterlassen. Der Islam hat zivilisatorisch vollkommen versagt, er hat die Moderne bereits seit der Renaissance verschlafen. Aufgrund der Tatsache, dass in den islamischen Kernländern keine Aufklärung im europäischen Sinn stattgefunden hat und keine Religionskritik existiert, wird die Gültigkeit des nach muslimischer Auffassung sakrosankten (ewigen, göttlichen) Koran nicht hinterfragt, der das ganze Leben der fundamentalistischen Muslime bestimmt. Den fundamentalistischen Islam kann man absolut nicht mit dem reformierten Islam (Atatürk) der hier seit langem lebenden überwigend türkischstämmigen Arbeitmigranten auf eine Stufe stellen.
Der Westen trägt mit seiner Politik massiv zu den miserablen Verhältnissen bei:
Protektionistische Maßnahmen der USA und EU behindern Agrarexporte der Entwicklungsländer
Agrargüter aus Industrieländern, die zu staatlich gestützten Niedrigpreisen in Entwicklungsländer exportiert werden, zerstören dort nationale Agrarmärkte; unangepasste Nahrungsmittelhilfe schwächt den Willen und die Fähigkeit zur Selbsthilfe.
Hohe Schulden und Schuldendienstverpflichtungen der Entwicklungsländer
Die Regierungen der meisten Entwicklungsländer sind unfähig und korrupt ... einzelne Bevölkerungsgruppen bekriegen sich ständig ... die Kosten für Rüstungsimporte übersteigen in vielen Entwicklungsländern den Sozialhaushalt bei weitem.