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Hessen - Schikane was das Zeug hält

Wissenswertes für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Archäologie, sowie Heimat- und Geschichtsvereinen. Beantragen einer Suchgenehmigung.

Beitragvon Wallenstein » So 1. Mai 2016, 13:50

Ein Mann aus der Region um Marburg (Hessen) wurde von der Frau eines Sondengängers gebeten in einer Sache zu vermitteln bei der es um den Verbleib von Bodenfunden ging. Der Sondengänger hatte seine in den 80er Jahren gefundenen Dinge einem angeblichen Heimatforscher zur wissenschaftl. Bearbeitung überlassen und dieser wollte sie nun nicht wieder herausrücken und in Eigenregie verwerten.

Anstatt sich anständig zu verhalten, hat der Heimatforscher seine "Kontakte" genutzt und schon nahmen die "hessischen Verhältnisse" wieder ihren Lauf.

Hausdurchsuchung , Schikane und Einschüchterung bei dem Mann, der als Außenstehender lediglich in der Sache vermitteln wollte. Bravo, welch ein Sumpf und Klüngel.
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Beitragvon Leser47 » So 1. Mai 2016, 16:20

Wie hat er denn versucht zu vermitteln? Was ist die Begründung für die Hausdurchsuchung?
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Beitragvon Schätzje » So 1. Mai 2016, 20:20

Wallenstein hat geschrieben:Ein Mann aus der Region um Marburg (Hessen) wurde von der Frau eines Sondengängers gebeten in einer Sache zu vermitteln bei der es um den Verbleib von Bodenfunden ging. Der Sondengänger hatte seine in den 80er Jahren gefundenen Dinge einem angeblichen Heimatforscher zur wissenschaftl. Bearbeitung überlassen und dieser wollte sie nun nicht wieder herausrücken und in Eigenregie verwerten.


Doof gelaufen… wenn ich richtig 1 und 1 zusammenzähle, hat der Sondengänger seine Funde aus den 80ern nicht gemeldet? Trotz der damals greifenden Hadrianischen Teilung?
Warum nicht? Etwa weil er unerlaubt auf Bodendenkmälern oder in Grabungsschutzgebieten gesucht hat? Was bedeutet in Eigenregie verwerten? Publizieren oder veräußern?

Wallenstein hat geschrieben: Anstatt sich anständig zu verhalten, hat der Heimatforscher seine "Kontakte" genutzt und schon nahmen die "hessischen Verhältnisse" wieder ihren Lauf.


Wenn es so ist wie ich oben vermutet habe: War das nicht der einzige Weg für den Heimatforscher, um sich nicht selbst mit strafbar zu machen? Was wäre denn anständig gewesen?

Wallenstein hat geschrieben: Hausdurchsuchung, Schikane und Einschüchterung bei dem Mann, der als Außenstehender lediglich in der Sache vermitteln wollte. Bravo, welch ein Sumpf und Klüngel.


Hausdurchsuchung bei einem Vermittler, ohne dringenden Verdacht? Oder gab es einen dringenden Verdacht? Warum? Ist er selbst Sondengänger? In welcher Form fanden Schikane und Einschüchterung statt?

Wallenstein, wie du merkst, wirft so ein grob geschilderter Fall mehr Fragen auf als er beantwortet. Es wäre schön, wenn wir detailliertere Infos zu den Vorgängen bekommen könnten, um die Sachverhalte wirklich beurteilen zu können. Bisher klingt es nicht so, als ob sich nur die eine Seite daneben benommen hätte.

Beste Grüße!
Schätzje
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Beitragvon Elfenkönig » So 1. Mai 2016, 21:17

Schätzje hat geschrieben: Bisher klingt es nicht so, als ob sich nur die eine Seite daneben benommen hätte.



also ich find bisher klingt es ganz entschieden so u lediglich mutmaßen könnt man anders :mrgreen:

u geht ja auch eher um den Vermittler u nicht um, also jetzt allem verdunkelten Anschein nach, wirklich höchstwahrscheinlich recht schuldigen Altfinder u Neuverlierer (zieht die Geschichte sich zufällig schon länger o wieder neuer Fall ?)

ob Vermittler jetzt aber auch SG, womöglich sogar noch mit NFG (lol), ist u unter welchem Vorwand u mit welchen Ergebnis jetzt HD durchgeführt, würd mich auch mal interessieren

u das ja Niemand meint, hier wäre mit harter Hand donnernd auf Tisch gehauen worden, um mal wieder klar zumachen wo dem Pack sein Plätzchen ist u dass man entweder angekrochen kommt, oder besser gleich wegbleibt !
würde von total einseitig voreingenommener Sichtweise zeugen, solch Terror- u Einschüchterungs-Schema bei den liebsten Hessen auch nur annähernd in Betracht zu ziehen ......die lieben ...die lieben doch alle...alle Menschchen :mrgreen:
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Beitragvon Ebinger1 » Mo 2. Mai 2016, 00:26

Sollte es dich tatsächlich um eine in den "80er Jahren" begangene Unterschlagung handeln...

so ist diese längst verjährt :mrgreen:
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Beitragvon Schätzje » Mo 2. Mai 2016, 06:01

Ebinger1 hat geschrieben:Sollte es dich tatsächlich um eine in den "80er Jahren" begangene Unterschlagung handeln...

so ist diese längst verjährt :mrgreen:


Darüber könnte man sich vor Gericht trefflich streiten, zum Beispiel wenn vor kurzem einer der Funde verkauft wurde.

Die Verjährungsfrist beginnt mit der Beendigung der Tat, also sobald die Tat gänzlich abgeschlossen ist und der Taterfolg eingetreten ist. Bei einem mehraktigen Delikt wie Unterschlagung kann das unterschiedlich ausgelegt werden. Außerdem verjährt der Herausgabeanspruch erst nach 30 Jahren, damit reicht der Arm des Gesetzes aktuell noch zurück bis in die 80er.

Beste Grüße
Schätzje
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Beitragvon Ebinger1 » Mo 2. Mai 2016, 10:36

Schätzje hat geschrieben:
Ebinger1 hat geschrieben:Sollte es dich tatsächlich um eine in den "80er Jahren" begangene Unterschlagung handeln...

so ist diese längst verjährt :mrgreen:


Darüber könnte man sich vor Gericht trefflich streiten, zum Beispiel wenn vor kurzem einer der Funde verkauft wurde.

Die Verjährungsfrist beginnt mit der Beendigung der Tat, also sobald die Tat gänzlich abgeschlossen ist und der Taterfolg eingetreten ist. Bei einem mehraktigen Delikt wie Unterschlagung kann das unterschiedlich ausgelegt werden. Außerdem verjährt der Herausgabeanspruch erst nach 30 Jahren, damit reicht der Arm des Gesetzes aktuell noch zurück bis in die 80er.

Beste Grüße
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Streiten... ja.

Aber nach +/- 30 Jahren kann man schon von einer abgeschlossenen Tat ausgehen.
Da spielt es auch keine Rolle ob der Finder in vergangener Zeit irgend etwas verkauft hat.

Bei Funden mit geringem Wert (man sieht da in der Rechtsprechung oftmals die 10€-Grenze) kommt keine Unterschlagung in Frage.

Bei Funden bis 50€ Wert gibt es in der Regel nur ein Ermittlungsverfahren auf Antrag des Geschädigten...

Da scheint sich aber bisher auch niemand gemeldet zu haben. :mrgreen:

Ein Verstoß gegen das Schatzregal in Hessen kommt auch nicht in Frage...

das Kasperlegesetz wurde erst vor ein paar Jahren verabschiedet. :winken:

ABER es geht ja hier in dem Thema nicht darum was der FINDER angestellt haben soll.

Es geht darum das ein neutraler DRITTER versucht hat zu vermitteln und erst mal mit einer Schikane (Hausdurchsuchung) bedacht worden ist. :thumbdown
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Beitragvon Schätzje » Mo 2. Mai 2016, 11:31

Ebinger1 hat geschrieben:
Schätzje hat geschrieben:
Ebinger1 hat geschrieben:ABER es geht ja hier in dem Thema nicht darum was der FINDER angestellt haben soll.

Es geht darum das ein neutraler DRITTER versucht hat zu vermitteln und erst mal mit einer Schikane (Hausdurchsuchung) bedacht worden ist. :thumbdown


Ja, stimmt. Aber es wäre schon wichtig darzustellen, mit welcher Begründung bzw. welchem Verdacht durchsucht wurde.
Erst dann kann man sagen, ob es sich dabei um Schikane handelt.

Beste Grüße
Schätzje
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Beitragvon impact » Mo 2. Mai 2016, 12:11

Wurden Bodenfunde unterschlagen egal ob dem Grundstückseigentümer oder dem Staat, so wird der Täter nie Eigentümer der Sache werden. Der Verkauf fällt dann auch unter Hehlerei, und auch der Käufer der Hehlerware wird nie Eigentümer der Sache.

Die Beschreibung wie es abgelaufen ist, ist wiederum reine Propaganda! ala D-S-U aber in Sachen Hausdurchsuchung kennen die sich ja aus ! Aber bist heute blieben sie der Antwort schuldig ob gerechtfertigt oder nicht.
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Beitragvon Ebinger1 » Mo 2. Mai 2016, 14:29

impact hat geschrieben:Wurden Bodenfunde unterschlagen egal ob dem Grundstückseigentümer oder dem Staat, so wird der Täter nie Eigentümer der Sache werden. Der Verkauf fällt dann auch unter Hehlerei, und auch der Käufer der Hehlerware wird nie Eigentümer der Sache.

Die Beschreibung wie es abgelaufen ist, ist wiederum reine Propaganda! ala D-S-U aber in Sachen Hausdurchsuchung kennen die sich ja aus ! Aber bist heute blieben sie der Antwort schuldig ob gerechtfertigt oder nicht.


Dann stell uns doch mal den Sachverhalt zur Hausdurchsuchung bei dem "Vermittler" vor:
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