devaiting hat geschrieben:Gero hat geschrieben:Im Grundgesetz, Atikel 5, Absatz 3 (Kunst und Wissenschaft) ist nach zu lesen "Forschung und Lehre sind frei." Das bedeutet im Klartext nichts anderes, als dass es mir überlassen bleibt, wie ich forschen will. Ob berufsmäßig oder als Hobbyforscher: Ich muss diese Forschung ernsthaft betreiben. D.h., ich muss entsprechend dokumentieren und nachweisen.
Wer nach Bodendenkmalen forschen will, braucht eine sogenannte "Nachforschungsgenehmigung", die in der Regel an Laien nicht erfolgt. Obwohl es grundgesetzlich festgeschrieben wurde. Deshalb hat man auch den Kunstbegriff "Bodenurkunde" erfunden. Und alles, was sich auf, oder in den Böden befindet, zu "Bodenurkunden" deklariert. Überspitzt heißt das, selbst wenn ich in meinem Garten nach einem Ring suche, den ich selbst vorher verloren habe, suche ich nach einer "Bodenurkunde" und müsste mir dafür vorher eine "Nachforschungsgenehmigung" einholen, gegen Gebühr, versteht sich. Das ist die eine Kehrseite der Medaille.
Auf der anderen Seite ist in §984 BGB genau deklariert, was unter einem "Schatz" zu verstehen ist, wenn der Eigentümer (der, dem er gehört!) nicht mehr zu ermitteln ist. Dann wird nämlich geteilt, zwischen dem Finder und dem Grundstückseigentümer.
Um nicht teilen zu müssen, hat man sich (bis auf Bayern und NRW) das sogenannte "Schatzregal" einfallen lassen. Bedeutet im Klartext: Findet jemand einen Gegenstand und nimmt ihn an sich, um ihn für sich zu behalten, begeht er entweder Unterschlagung, oder Diebstahl. Und wer im Wald eine Patrone aufhebt (ob funktionsfähig oder nicht) verstößt gegen die Regeln des Waffen- und/oder Sprengstoffrechts, sofern er keine behördliche Erlaubnis zum Umgang mit Munition und Sprengstoffen nachweisen kann, wie z.B. Munitionserwerbsberechtigung, Sprengstoffschein usw.! Das ist aber ein Kapitel für sich, erst recht in Bayern.
Die Suche nach Schätze ist weder verboten, noch braucht man dazu eine Genehmigung! Es ist also eine Frage, die sich immer wieder stellt, wie ich damit umgehe, wenn ich z.B. mit der Sonde unterwegs bin und angesprochen werde. Wer sich nicht versteckt, und offen auf die Leute zu geht, sie freundlich anspricht, hat in der Regel nichts zu befürchten. Aber ich persönlich will möglichst meine Ruhe haben, wenn ich meinem Hobby nachgehe, meide Orte, die häufig frequentiert werden.
Und beherzige den alten Spruch: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß."
Ist zwar offtopic, aber ich finde diese Unterstellungen, dass man es billigend in Kauf nimmt irgendwas bedeutendes zu finden einfach nur grausam und gleichzeitig lächerlich ...
Ich steige jeden früh in mein Auto und fahre auf Arbeit ... nehme ich jetzt auch billigend in Kauf jemanden umzufahren? Ich bin ins Auto gestiegen um auf Arbeit anzukommen ... dass man einen Radfahrer oder Fußgänger anfährt passiert wohl dem einen ab und zu. Aber aus purem Vorsatz mach ich das doch nicht! Ich finde beim sondeln ist das nichts anderes ...
BTT:
Ich bin erstaunt, wie "aufgeschlossen" die meisten Leute mit diesem Thema umgehen. Habe es bisher noch nicht erlebt, dass man blöd angemacht wurde. Man zeigt die volle Mülldose und die zwei drei EURO, die man gefunden hat und bekommt ein verhaltenes Lachen entgegen. Es gibt sogar Leute, die bedanken sich für die Entmüllung an ihren Badestränden.
Eher muss ich sagen, ist es oft andersrum ... wenn 9 von 10 Pasanten anhalten und fragen, dann habe ich beim 9. nun auch nicht mehr die Lust alles zu beantworten und ich werde knatschig^^So kommt man ja nicht voran ...
Anders ist es wieder aufm Dorf ... hier habe ich des Öfteren mal den ein oder anderen Dorfsheriff, der sich darstellen möchte ... dauert teilweise keine 10 Minuten, da wird man gelöchert und es wird gedroht, was das Zeug hält ... sie wissen aber nicht, ob es verboten ist oder nicht, deswegen drohen die meisten nur ganz kleinlaut^^aber auch freundliche jäger und förster habe ich schon getroffen ... ich glaube letzlich gibt es überall leute, die sich aufspielen müssen.
Ansonsten bekommen von mir die Leute immer die eine Antwort: Ich suche Geld. Euros. Punkt.
Ich erwähne keine Goldringe oder Abzeichen oder sowas ... es entsteht die Illusion und somit der Neid, dass man täglich als reicher Mann vom Feld geht ... natürlich völliger Quatsch, aber vielen wird das suggeriert und da kommen schon mal ganz komische Reaktionen.
ich galube schon, dass es einen sehr großen unterschied dazwischen gibt, ob dabei menschen zu schaden kommen oder nicht.
beim sondeln ist das wohl eher weniger der fall.

