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Habe meine Silbermünze reinigen lassen.

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Moderator: DHS

Beitragvon Feldflüchter » Mo 16. Mär 2015, 10:52

Hallo!

Man soll ja die Münzen so lassen wie sie sind,hört man immer wieder. Aber ich wollte mal wissen wie mein Uhrmacher die Münze sauber bekommt.

Mechanisch , nicht Chemisch. Hatte vorher vergeblich versucht die sehr harte verkrustung mit Natron zu beseitigen.

Hier nun das ergebnis, für mich ist es in Ordnung. kosten : 6,30 Euro

Muß aber noch mal fragen wie er das gemacht hat . Was sagen die Profis dazu ? Danke !
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Beitragvon Dieter.W » Mo 16. Mär 2015, 12:26

Naja, begeisterung sieht anders aus!

Silbermünzen (gutes Silber) werden in Alufolie gepackt, in ein Schnapsglas gelegt und mit 33%tiger Salzsäure übergossen! (Nur im freien machen!!!) Danach mit weicher Bürste die schwarze schicht entfernen. Und voilà!, fertig ist die "perfekt" gereinigte Münze, ohne jegliche Mechanische einwirkung die unweigerlich Kratzer in der Münze hinterlässt!

Jegliches Natron und sonstiges putzmittelchen dran rumgeputze ist "Kacke"!!!


MfG
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Beitragvon Feldflüchter » Mo 16. Mär 2015, 13:54

Ich würde keine Münzen mit deiner Säure reinigen, was soll die Alufolie ?
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Beitragvon Dieter.W » Mo 16. Mär 2015, 14:07

oeker hat geschrieben:Ich würde keine Münzen mit deiner Säure reinigen, was soll die Alufolie ?

Einfach mal auprobieren.. und überraschen lassen! Aber wenn Du das nicht willst musst Du halt weiterhin deine Münzen Mechanisch ruinieren, ein jeder wie er mag.
Dieter.W Offline

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Beitragvon franz josef » Mo 16. Mär 2015, 14:27

oeker hat geschrieben:Ich würde keine Münzen mit deiner Säure reinigen, was soll die Alufolie ?


so wird zb. auch silberbesteck gereinigt.
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Beitragvon Feldflüchter » Mo 16. Mär 2015, 14:52

Hallo!

wie mans macht ist es falsch,was nutzt mir die Münze wenn ich nur sehr wenig darauf erkennen kann. Aber ich probiere es mit der Salzsäure morgen mal aus.

Habe noch einige AF 1/48 sibertaler kaum zu erkennen,davon werde ich einen opfern für das Experiment. Habe in der Apotheke 33% salzsäure bestellt.

kosten ; 250 ml , 2,95 Euro . Wie lange sollte ich die Münze in der säure liegen lassen ? Danke !
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Beitragvon Dieter.W » Mo 16. Mär 2015, 15:24

oeker hat geschrieben:Hallo!

wie mans macht ist es falsch,was nutzt mir die Münze wenn ich nur sehr wenig darauf erkennen kann. Aber ich probiere es mit der Salzsäure morgen mal aus.

Habe noch einige AF 1/48 sibertaler kaum zu erkennen,davon werde ich einen opfern für das Experiment. Habe in der Apotheke 33% salzsäure bestellt.

kosten ; 250 ml , 2,95 Euro . Wie lange sollte ich die Münze in der säure liegen lassen ? Danke !


Münze fest in 1-2 lagen Alufolie einschlagen, dann ins Schnapsglass legen, ein wenig Salzsäure drauf, muss nur bedeckt sein, mind. 5m von Glass entfernen, dann 1-2m warten, Rauch steigt auf (NICHT EINATMEN GIFTIG!!! ) Dann, wenn sich der Rauch verflüchtigt hat, Säure mit reichlich Wasser neutralisieren, Münze rausnehmen und vorsichtig mit weicher Bürste den schwarzen Belag abbürsten, das wars!
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Beitragvon SondenJunky » Mo 16. Mär 2015, 16:17

oeker hat geschrieben:Ich würde keine Münzen mit deiner Säure reinigen, was soll die Alufolie ?

Bin zwar erst in der 8ten Klasse Chemie aber ich denke mal das Alu dient als Katalysator? :gruebel:
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Beitragvon Adebar » Mo 16. Mär 2015, 17:25

Hallo,

da gibt es bessere Rezepte. Zum Beispiel "Archäoplex" - wurde verwendet, um bei der Nebra-Scheibe die Goldblechauflagen (immerhin 20% Ag-Anteil) schonend von den Kupfersalzen zu befreien.

Das Originalrezept:

5 % Na-Edta
5% Ameisensäure
70% dest. Wasser
15% Aerosil (ein schaumstoffartiges Verdickungsmittel um es pastös zu machen)
5% Alkohol (Isoprop oder Ethanol)

Die Chemikalien gibt es z.B. bei Omikron.

Als Reinigungsbad läßt man das Aerosil weg, dann kann man Ag-Münzen in einer Schale einweichen. Bei der Scheibe wollte man verhindern, daß dieses Reinigungsmittel über die Bronzeplatte selber läuft und die Patina angreift. Hier wollte man eine höhere Persistenz, punkturell an den Applikationen erreichen.
Bei Silber ist das unkritisch. Mineralsäuren greifen Silber nicht an, nur oxidierende Säuren wie Schwefel-, Salpeter- und bedingt auch Salzsäure.
Daher kann man den Anteil an Ameisensäure auch auf 15% erhöhen, dann geht es etwas schneller.

Bei Salzsäure besteht auch die Gefahr, daß sich schwer lösbares Silberchlorid, sog. "Hornsilber" bildet. Würde ich pers. nicht nehmen wollen.
Aluminium wird von Salzsäure unter Wasserstoffbildung aufgelöst!

Ich kenne den Trick mit der Alufolie nur so, daß Alufolie in Salzwasser gekocht wird und das Silberbesteck mit in den Topf kommt. Da Silber erheblich edler ist wie Aluminium, lösen sich die schwarzen Silbersulfidschichten (entstehen durch den Anteil von Schwefelwasserstoff in der Luft, der das Silber anlaufen läßt) aus der Silberoberfläche und verbinden sich stattdessen mit der Alufolie, die sich dunkel verfärbt während das Silber hell wird. Daher stinkt es auch nach faulen Eiern während des Vorgangs, da wieder etwas Schwefelwasserstoff frei wird...
Bringt hier aber nur wenig, da die Verkrustung andere Ursachen hat wie die Schwarzfärbung beim Silberbesteck.

Grüße,
Dierk
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Beitragvon Feldflüchter » Mo 16. Mär 2015, 18:17

SondenJunky hat geschrieben:
oeker hat geschrieben:Ich würde keine Münzen mit deiner Säure reinigen, was soll die Alufolie ?

Bin zwar erst in der 8ten Klasse Chemie aber ich denke mal das Alu dient als Katalysator? :gruebel:



Wer sollte es sonst wissen,wenn nicht du ! Danke
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