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Der deutsche Wald

Wissenswertes für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Archäologie, sowie Heimat- und Geschichtsvereinen. Beantragen einer Suchgenehmigung.

Beitragvon Ebinger1 » Di 12. Mai 2015, 19:24

...und das angebliche Waldsuchverbot.

Ich lese immer wieder in diversen Gruppen und Sondengängerforen, das die Suche mit dem Metalldetektor im Waldverboten sei...

Eine Rechtsgrundlage gibt es dafür nicht.

Viel Landesdenkmalämter versuchen in der NFG (Nachforschungsgenehmigung) die Waldsuche für Sondengänger auszuschließen.
Wer sich darauf einlässt ist selber schuld.

Selbst in Hessen gibt es etliche Sucher die auch eine NFG für die Waldsuche von der Amtsarchäologie ausgestellt bekommen haben. Man muss halt nur auf seinem Recht bestehen.

Von der Amtsseite wird immer wieder ins Feld geführt der Wald sei angeblich "ungestörter Boden". Dabei wird dann gerne die Realität ignoriert. Vom Wildschein bis zum Kleingetier, durch Sturmschäden, Forstarbeiten und Wegebau, kommt es zum Teil bis in Tiefen von 100 cm zu erheblichen Bodenverlagerung und den damit verbundenen Beeinträchtigungen von Fundzusammenhängen.

In den letzten Jahrhunderten war im Übrigen der Waldbestand wesentlich kleiner und die Nutzung der noch vorhandenen Waldbereiche auch viel extensiver.
"Seit der Ausbreitung des Ackerbaus vor etwa 7.000 Jahren beeinflusst der Mensch zunehmend die Wälder. Die starke Nutzung der Wälder im Mittelalter und vor der industriellen Revolution führte Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem Tiefstand der Bewaldung. Kahle und wüste Flächen prägten damals die Landschaft. "

Zitat aus: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads ... cationFile

Hier mal etwas zur Entwicklung unseres Walds:

http://www.sdw.de/waldwissen/oekosystem ... es-waldes/

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 06078.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Wald

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte ... tteleuropa

http://de.wikipedia.org/wiki/Wald#Zeithorizonte

http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/i ... d-100.html
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Beitragvon Watzhammer » Di 12. Mai 2015, 19:52

Das Argument "Wald ist unberührter Boden" ist absolut Schwachsinnig und fern ab der Realität.
Dort liegt mehr Zivilisationsmüll als auf jedem Acker.
Und das kann mit Sicherheit jeder bestätigen der da mit der Sonde unterwegs ist.
Diese Aussage der Ämter grenzt schon an Frechheit.
Die Wälder sind die Müllkippe der Nation, und wir Sondengänger leisten einen großen Beitrag,
um diese zu reinigen.
Aber sowas wird ja unter den Tisch gekehrt.
Jaja die Bösen mit ihrer Rute machen alles kaputt.

Es ist nicht verboten im Wald zu sondeln, aber Pflicht ist es die Natur und Tierwelt zu achten, Biotope usw. nicht zu beinträchtigen, und wer unserem Land und Nachkommen was gutes tun will, den Müll mitzunehmen( kann in öffentlichen Mülleimern entsorgt werden)

Frohes sondeln
Wenn die Göttin des Lichts mit dir ist,
leuchtet auch dein Licht für alle Menschen denen du begegnest.
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Beitragvon Leser47 » Mi 13. Mai 2015, 11:06

Zur suche gehört ja ganz klar auch das graben, du sagt also es gibt kein Gesetz was das graben verbietet, gut zu wissen. Da gibt es keine Ausnahmen? Darf man auch in z.B. Schonungen hunderte Löcher graben?
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Beitragvon Olaf » Mi 13. Mai 2015, 11:50

Hallo Ebinger,

toller Beitrag. Hab letztens bei ich glaube ZDF Nano eine Reportage gesehen "Der deutsche Wald" oder so.

Viele Gebiete die in früheren Jahrhunderten intensiver Landwirtschaft zum Opfer vielen sind heute wieder stark bewaldet.
So kann es durchaus vorkommen das ganze Orte die sich früher auf freien Feld befanden und später wüst gefallen sind heute von dichtem Wald bewachsen sind.
Es gibt bestimmt ganz viele unentdeckte Orte die nicht als Bodendenkmal geführt werden, daher wohl die Ablehnung der Landesbehörden.
Dumm nur das solche Orte ohne Sondengänger wohl auch in mehreren Hunderten Jahren nicht mehr wiedergefunden werden.

Wer schon mal gesehen hat welche Schneisen die Fortwirtschaft in den Wald schlägt und wie tief der Boden durchgegrubbert wird und das alle paar Jahrzehnte der kann sich vorstellen das es eigentlich allerhöchste Eisenbahn ist solche Gebiete in Zusammenarbeit oder mit Genehmigung der Landesbehörden zu sondieren und bis dato noch verborgene Kulturgüter zu lokalisieren und durch geschulte Personen vor der Zerstörung zu bewahren ich bring hier mal einen neuen Begriff ins Spiel -Notsondierung- :popcorn:.

Falls hier jmd. aus Wünsdorf mitliest - ich würde meine Technik und meine Freizeit gerne bereitstellen. :winken:
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Beitragvon flumi » Mi 13. Mai 2015, 13:00

Leser47 hat geschrieben:Zur suche gehört ja ganz klar auch das graben, du sagt also es gibt kein Gesetz was das graben verbietet, gut zu wissen. Da gibt es keine Ausnahmen? Darf man auch in z.B. Schonungen hunderte Löcher graben?


Schonungen sind durch Zäune umfriedete Gebiete die darf auch ein Pilzsammler nicht betreten. Ein generelles Verbot lässt sich von eingezäunten Flächen nun wirklich nicht ableiten. Im Übrigen was soll das mit den 100 Löchern? Ja glaubts Du Du machst Dich beliebt wenn Du auf einer Wiese hundert Löcher gräbst und diese dann evtl. auch noch offen lässt? Das hat doch mit Wald nix zu tun.
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Beitragvon flumi » Mi 13. Mai 2015, 13:02

Olaf hat geschrieben:
Falls hier jmd. aus Wünsdorf mitliest - ich würde meine Technik und meine Freizeit gerne bereitstellen. :winken:


Kostenlos und uneigennützig? Wow, ich hätte noch ne Hecke zu schneiden, kannst gern vorbeikommen, die Technik stell sogar ich zur Verfügung.
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Beitragvon Ebinger1 » Mi 13. Mai 2015, 14:00

Den Begriff Grabung werde ich besser in einem neuen Thema vorstellen...

ich kenne im Übrigen so gut wie keine Sondengänger die Grabungen machen.

Da müsste man dann schon eine ganz andere Technik einsetzen.

Ich denke man kann bei den Löchern die beim Sondengehen gemacht werden eher von partiellen Bodeneingriffen im gestörten Boden sprechen.

Hier mal ein Denkanstoß zum Thema Grabung:

viewtopic.php?f=61&t=8177
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Beitragvon Olaf » Mi 13. Mai 2015, 14:39

@ flumi

jeder schneidet seine hecke selbst, sondieren könnte ich di aber schon mal :idea:
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Beitragvon Leser47 » Mi 13. Mai 2015, 18:56

Ebinger1 hat geschrieben:Den Begriff Grabung werde ich besser in einem neuen Thema vorstellen...


Wer sprach von Grabung?
graben laut Duden: "mit dem Spaten o. Ä. Erde umwenden, ausheben".

Es gibt also keine Gesetze die das graben von hunderten Löchern im Wald verbieten?
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