Danke Geographensohn, nett gemeint - hilft mir aber nicht so richtig weiter.
Die Hufeisen hier, und auch im früheren Mitteleuropa, sind so gut wie alle handgemacht, und die "ungenauen" Enden sind korrosionsbedingt. Dort sollte, bevor der Rost zugeschlagen hat, jeweils ein Stollen gewesen sein. Und zwar ein Stollen, der bloß durch ein umgebördeltes Rutenende gebildet wurde, also kein Steck- oder Schraubstollen, wie sie erst in jüngerer Zeit verwendet wurden. Sonst müsste dort trotz Korrosionsschaden noch eine große Bohrung zu finden sein.
Hier hab ich eine Grafik (© U. Imhof) gefunden, die eine ungefähre zeitliche Zuordnung ermöglichen könnte

Demzufolge sollte "mein" Eisen ein Stempeleisen ab dem 13./14. Jht sein:
keine geschmiedeten Stollen, insgesamt breite Form mit je drei großen Nagellöchern pro Seite, sogenannte "Mondsichelruten", d.h. die offenen "Hörner" haben keine parallelen Kanten wie modernere Eisen, sondern die Form eines Sichelmondes. Die Nagellöcher sind nicht durch eine durchgehende Rille (Falz) verbunden, ergo kein Falzeisen.
Der noch drinsteckende Hufnagel hat einen sehr großen Kopf, der wie ein Spike" aus der Oberfläche hervorsteht - in späterer Zeit wurden die Hufnägel meist kleiner oder verschwanden ganz im "Falz".
Was ich jetzt eben nicht weiß, ist, wie lange dieses Modell in Verwendung war, und ob es durch die isolierte Lage Sardiniens (Insel!) nicht eine zeitliche Verschiebung gegenüber dem Festland gegeben hat.
Ist also komplizierter als es anfangs aussieht.
peko