Schon seltsam...
sobald Kritik an der Linie der Amtsarchäologie aufkommt, äußern sich nicht die betroffenen Funktionsträger, sondern ehrenamtliche Mitarbeiter.
Von der Amtsseite nimmt man dann wohl auch billigend in Kauf das diese die Öffentlichkeitsarbeit des Amtes übernehmen und öfter auch mal aus Mangel an fundierten Argumenten (???) in Beleidigungen und Diffamierungen abgleiten.
Ist dies die amtlich vertretene Meinung gegenüber ca. 95% der Sondengänger?
Dann darf man sich auf der Amtsseite auch nicht wundern wenn Kritik geäußert wird.
Das Internet ist schon lange kein stilles Kämmerlein mehr...
Jeder am Thema Interessierte kann sich hier in vielfältiger Weise informieren und sich einen Eindruck verschaffen.
Der Stellenwert des Internets ist im Vergleich zu den tradierten Informationsmedien in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen. Das sollte man auch auf der Amtsebene nicht missachten.
Kritik ist eines der elementaren Instrumente in einem Rechtsstaat um Misstände aufzuzeigen.
Das scheint aber die Amtsarchäologie nicht verstanden zu haben und lässt zu das, scheinbar in vorauseilendem Gehorsam, gegen diese Kritiker angegangen wird.
So geht man aber nicht nur freie Sondengänger an, auch studierte und sogar in der Forschung und Lehre tätige Kollegen werden ins negative Kreuzfeuer genommen. Prof. Raimund Karl und Dr. Huth stellen hier keine Ausnahme dar.
Eine nachvollziehbare Diskussion, die ja durchaus einen entscheidenden Werbefaktor für die Ziele der Amtsarchäologie darstellen könnte und in der von dieser Seite transparent und nachvollziehbar argumentiert werden könnte, wird verweigert.
Wobei wir wieder auf der Ebenen der Absprachen im stillen Kämmerlein wären...
Daran Kritik zu äußern bedeutet nicht "Archis sind scheisse" , aber sie tun scheinbar viel dafür das sich dieser Eindruck aufdrängt. Das ist ein feiner Unterschied.
Ebenso negativ scheint da die Einstellung zu sein, das Denkmalschutzämter zwar binnen Stunden ihnen genehme und von oberster Stelle abgesegnete Informationen durch "Mittelsmänner" im Netz veröffentlichen lassen können, aber auf direkte Anfragen, Monate vergehen in denen es keine konkrete Reaktion auf die gezielte Fragestellung gibt.
So z.B. geschehen bei einer Anfrage an die GDKE RLP, warum man dort der Pflicht zur Offenlegung der Bodendenkmäler nicht nachkommt.
Hier führte die die mangelnde Kooperationsbereitschaft zu einer Tätigkeitsklage gegen die Denkmalschutzbehörde.
Denn die Verweigerung der Offenlegung der exakten Koordinaten durch die GDKE bedeutet auch das man den "freien Sondengängern" immer wieder (von Seiten der Denkmalschutzbehörde in RLP) versuchte vorzuwerfen, sie würden billigend in Kauf nehmen ein Kulturdenkmal zu entdecken. Paradox... oder. Aber wie geschrieben, es vergingen Monate ohne Reaktion.
Als Wallenstein hier im Forum auf die Arbeit der DSU verwies und das es augenscheinlich schon klare Reaktionen der Ämter gebe, erschien in Rekordzeit eine Reaktion...
Do 28. Jan 2016, 10:32
viewtopic.php?f=178&t=9774&hilit=henrich&start=80Aber wie geschrieben... eine offene Diskussion lehnt man ab.
Lieber trägt man nach außen, das es nur eine begrenzte Anzahl an Sondengängern geben könne, das eine umfassende Betreuung für die Mehrheit der Sondengänger nicht möglich sein und schnell entsprechende Anträge gestellt werden sollten...
In England und Wales sieht die Realität ganz anders aus.
Dort ist die Denkmalschutzbehörde seit Jahrzehnten bemüht mit einer zunehmend größeren Zahl an Sondengängern zusammenzuarbeiten.
Die daraus resultierenden Erfolge wurden durch die Archäologen Dr. Huth und besonders durch Prof. Karl ausführlich beschrieben und als Modell für unser Land empfohlen.
Hier bekommt man einmal ansatzweise einen Eindruck wie erfolgreich das PAS in den vergangenen Jahren war.
https://finds.org.uk/In unserem Land schreitet die Flächenversiegelung immer noch schneller voran als die Prospektion dieser Flächen.
Es mangelt uns nicht an Sondengängern die soche Bereiche Prospektieren könnten, sondern einzig und allein an einer gesunden Basis der Zusammenarbeit.
Vorschäge wie diesen:
viewtopic.php?f=117&t=4998Gab es in der Vergangenheit zur Genüge. Bessere Bestimmt auch, aber wenn sich alleine schon einer konstruktiven Diskussion von der Amtsseite verweigert wird, dann darf sich diese doch fragen lassen warum sie ihren gesetzlichen Aufgaben (und dazu gehört nun mal unzweifelhaft der Denkmalschutz) verweigert...
Aber nochmal: Beleidigungen und auch die Tolerierung solcher (denn auch ehrenamtliche Mitarbeiter sind, wie es die Bezeichnung ja nun einmal impliziert) sind Mitarbeiter der Denkmalschutzämter und diese Beöleidigungen sind keine Kommunikationsmittel die zielführend sind.
Im übrigen werfen sie ein recht fades bis negatives Bild auf den tatenlos zusehenden / mitlesenden Dienstherrn.
...und da wären wir wieder beim vorauseilenden Gehorsam...
https://de.wikipedia.org/wiki/Vorauseilender_GehorsamIch wünsche einen entspannten Sonntag
