Olaf hat geschrieben:weiterhin kann ich mich deiner radikalen Haltung aber nicht anschließen. Ich bin weit davon entfernt es Schutz und Hilfesuchenden hier in Deutschland so unbequem wie möglich zu machen.
Diejenigen, die am dringendsten Schutz und Hilfe benötigen schaffen es in dem gegenwärtigen System gar nicht zu uns zu kommen. Für den "Mehrkampf" über die Meere und durch halb Europa sind leider die am besten gerüstet, die wir hier am wenigsten gebrauchen können und dessen Flucht am seltensten durch das Asylrecht bzw. den Flüchtlingsschutz gedeckt sind. Wer wirklich, arm, schwach und hilfsbedürftig ist und wer nicht die finanziellen Mittel für die Reiseveranstalter (Schleuser) hat, der bleibt in den Herkunftsstaaten zurück und kann dort elend verrecken ... das ist die Humanität derjenigen, die den gegenwärtigen Zustand weiter fördern. Man betrachtet es auch als höchst human, wenn man Menschen zur Flucht animiert obwohl man weiß, dass einige davon dann auf der "Reise" ums leben kommen.
Das ständige Hochhalten der Moral und unserer ethischen Werte, die zudem zum Teil auch noch sehr überheblich vorgetragen werden, und die Debatte in Deutschland bestimmen, wird uns in eine wirklich schlimme Krise führen.
Es ist wichtig zu begreifen, dass man nicht unbegrenzt Humanität nach außen auf Kosten der Humanität nach innen und der inneren Stabilität leisten kann.
Traurig aber wahr: Im Jemen tobt ein viel brutalerer Krieg, als in Syrien ... aber keiner redet über den Jemen:
"Das Ausmaß der weltweiten Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden im Jemen ist schockierend", sagte Donatella Rovera von Amnesty International.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... protokolle


