Sobald Justizminister Heiko Maas - der die Flüchtlingspolitik Merkels als alternativlos ausgab - einen Satz zu Ende formuliert hatte, gab es ein lautes, überschwängliches Einzelklatschen einer Person. Da diese Penetranz sogar Anne Will auf den Keks ging, demaskierte sie den Klatschter und begrüßte den Pressesprecher von Heiko Maas einzeln. Der Klatscher verstummte daraufhin und Heiko Maas bekam von da an – keinerlei Applaus mehr. Es rührte sich nicht eine Hand.
Der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) wirkte neben dem österreichischen Außenminister Kurz wie ein Schuljunge.Heiko Maas wusste auch nicht - und war völlig überrascht-, als Kurz ihn darauf hinwies, dass auf dem EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise, der am heutigen Montag beginnt, eine Vorlage beschlossen werden soll, die festhält, dass „die Balkanroute geschlossen wird“ ... also das Gegenteil der Politik, welche die Bundeskanzlerin bis dato betrieben hat.
Und es ist selbstverständlich auch das Gegenteil dessen, was Katja Kipping von der Linkspartei und Karin Göring-Eckhardt von den Grünen für richtig halten (
für Grüne und Linke sollen alle kommen, die möchten). Zu hören bekam man von den beiden nur nichtssagende, allgemeine "Sonntagsreden" - für die man sich nichts kaufen kann, ohne sich auf konkrete Fakten und unumstößliche Tatsachen zu beziehen. Göring-Eckhardt behauptet u.a. allen ernstes, dass alle Migranten aus Kriegsgebieten kommen ... was nachweislich nicht mal bei der Hälfte der Migranten der Fall ist. Kipping und Göring-Eckhardt sind auch vollkommen davon überzeugt, dass - wenn man den Krieg in Syrien beendet - alle Fluchtursachen beseitigt sind ... denn es kommen ja ihrer Meinung nach ausschließlich Kriegsflüchtlinge.
Hätte nicht der österreichische Außenminister in der Runde gesessen, wäre die Talkstunde mit dem
üblichen Schall und Rauch vorübergegangen. Doch das war zum Glück nicht so, auch wenn sich Katrin Göring-Eckardt und Katja Kipping bemühten - da sie keinerlei wirklichen Argumente besaßen, den Minister nieder zu brüllen.
Außenminister Kurz sagte, dass man politisches Asyl nicht mit der Einwanderung aus anderen Gründen verwechseln soll. Er sagte, dass im vergangenen Jahr nicht vornehmlich Frauen und Kinder, sondern vor allem junge Männer gekommen sind. Er sagte, dass nur ein Drittel der Flüchtlinge Syrer sind. Er sagte, dass Griechenland sich in Sachen Grenzsicherung erst bewegte, nachdem die Balkan-Länder Druck gemacht hatten. Zuvor sei Griechenland in der „komfortablen Lage“ gewesen, dass sich dort kein Flüchtling länger als vierundzwanzig Stunden aufgehalten habe. Die von Minister Kurz aufgeworfene interessante Frage, ob die Grenzsicherung durch die Türkei "moralisch höherwertig" sei als jene durch Mazedonien, wurde nicht beantwrtet.
Und dann sagte Kurz auch noch, dass man sich bei der
Verteilung der Flüchtlinge über ganz Europa nicht der
Illusion hingeben solle, die Migranten blieben freiwillig in dem Land, das man ihnen zuweise, sondern sie gingen in das Land, in das sie wollten.
Der slowakischen Abgeordnete Sulik wies auf den großen "
Pull-Faktor" hin, den das
deutsche Sozialsystem darstelle. Denn das gehöre auch zu einer ehrlichen Bilanz der Flüchtlingskrise: "Es kommen nicht nur Menschen nach Europa, die vor Vernichtung, Krieg und Vertreibung fliehen, sondern auch solche, die aus nachvollziehbaren Gründen schlicht ein besseres Leben suchen, weil sie in ihren Heimatländern keine Perspektive sehen, auch wenn sie nicht politisch verfolgt sind."
Wir
wirr ein Auftreten von
Politikerinnen wirkt,
die glauben, sie hätten die Moral für sich gepachtet, wird an diesem Abend durch den Kontrast zwischen den hysterischen Frauen Katrin Göring-Eckardt und Katja Kipping und dem österreichischen Minister Sebastian Kurz deutlich, der sich von Katja Kipping (etwas überschnappend) schließlich sogar anhören musste, seine Politik bestünde aus "Tränengas und Schießen".
Video der Sendung:
https://www.youtube.com/watch?v=o8ILAwT12Ec&app=desktophttp://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 09856.html